Mittwochs-Gebet in der Stadtkirche Hungen
Die Evangelische Stadtkirche in Hungen ist bereits über mehrere Jahre an jedem Tag geöffnet. Menschen kommen und besichtigen das Gotteshaus, das eine fast 800jährige Baugeschichte hat.
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Besonderer Anziehungspunkt ist die Chorkapelle, ein wenig versteckt hinter einer doppelten Scheibentür. Der Weg führt durch den mächtigen Turm, den ältesten erhaltenen Teil der Kirche in die Kapelle. Ein Altar, Blumenschmuck, Kerzen, das Kreuz. Ein Raum der Stille, der inneren Einkehr, des Gebets - ein Raum zum Atemholen.
Dass dies viele so empfinden, die hier hineinkommen, zeigt das ausliegende Buch zum Eintragen. Darin ist zu lesen von der Freude und vom Dank der Menschen. Und von Sorgen, von Bitten, die an Gott gerichtet werden.
Dieses Bedürfnis greift nun ein Team von Kirchenvorsteherinnen mit Pfarrer Marcus Kleinert auf. An jedem Mittwochabend ist für etwa 20 Minuten Zeit zum gemeinsamen Beten, zum Hören auf Gottes Wort, zum Schweigen. Mitten in der Woche wird Raum geschaffen für das Gespräch mit Gott. Denn das ist nicht für den Sonntag reserviert, sondern gehört in den Alltag der Menschen, meint Pfarrer Kleinert. Einfach da sein, wo gebetet wird, einen Psalm sprechen, Stille wie eine Kraftquelle zu spüren, eine Kerze anzünden - es ist bewusst eine schlichte Form, die der Hungener Kirchenvorstand für das Mittwochs-Gebet gewählt hat.
Zum ersten Mal wurde es im vergangenen Jahr nach den Osterfeiertagen am 30. März 2005 angeboten. Seit dem findet es an jedem Mittwoch jeweils um 19 Uhr in der Chorkapelle der Hungener Stadtkirche statt.
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