„Dem Wohl des Landes warm ihr Herz zu geben“
Stiftung der Fürstin Ottilie zu Solms-Braunfels von 1884 soll in Hungen wieder Gutes bewirken
Auf den Tag genau 124 Jahre nach dem Tod von Fürstin Ottilie, die als Witwe im Hungener Schloss lebte und auf dem Sterbebett 1200 Goldmark zugunsten der Ev. Kirchengemeinde für den Unterhalt einer Diakonisse stiftete, rufen der Kirchenvor-stand und ein neu berufener Stiftungsrat dazu auf, das verbliebene Stiftungskapital durch Zustiftungen aufzustocken. Aus den Erträgen soll die ehrenamtliche Arbeit des kirchlichen Besuchsdienstes für ältere, kranke, hilfebedürftige und vereinsamte Menschen in der Kernstadt Hungen unterstützt werden.
Am kommenden Mittwoch, 21. Mai findet um 19.30 Uhr im Blauen Saal des Hungener Schlosses eine Informationsveranstaltung statt, bei der alle Interessierten etwas über die historische Stiftung und ihre neuen Aufgaben erfahren können. Der abwechslungsreiche und unterhaltsame Abend wird von der Theatergruppe des Schlosses Braunfels mit gestaltet und von Musik für Flöte und Gitarre aus der Zeit der Fürstin Ottilie umrahmt. Eine Mitarbeiterin aus dem Elisabethenstift in Darm-stadt, welches über Jahrzehnte Diakonissen für die Krankenpflege nach Hungen entsandte, informiert über den im 19. Jahrhundert entstandenen Frauenberuf. Der Öffentlichkeitsbeauftragte des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau spricht über die Bedeutung des Freiwilligen-Engagements in der diakonischen Arbeit einer Kirchengemeinde heute. Der Stiftungsrat der Ottilienstiftung stellt ein Faltblatt vor, mit dem um Zustiftungen und Mitarbeit im Besuchsdienst geworben werden soll.
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