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Die Hartz IV Küche

Mit unserer neuen Serie auf hungen.info stellen wir Ihnen Rezepte für eine gesunde Ernährung vor, die gleichzeitig so etwas wie eine "Schonkost für Ihren Geldbeutel" sind!

Natürlich sind unserer Rezeptempfehlungen nicht allein für die Empfänger von ALG II oder Sozialhilfe gedacht. Vielmehr wollen wir mit der kleinen Sammlung auf hungen.info einen Beitrag zur gesunden Ernährung leisten. Denn gesunde Ernährung muss keineswegs teuer sein. Im Gegenteil sind oft die einfachsten und "bodenständigsten" Nahrungsmittel nicht nur gesünder als teures Designfood, sie sind darüber hinaus auch ökologisch vernünftig, denn dafür werden sicher nirgends in der Welt Mangrovenwälder gerodet!

Was Sie immer schon über Hartz IV wissen wollten, aber nie zu fragen wagten
Wenn Sie sich für das Thema Hartz IV interessieren, finden Sie dazu auf WIKIPEDIA einen sehr fundierten und ausführlichen Artikel, der obendrein einen verständlichen Einstieg in die komplizierte Materie bietet. Doch nun zu unserem eigentlichen Thema:

Beginnen wollen wir die Reihe mit einigen Rezepten, die als Hauptbestandteil mein persönliches Lieblingsgemüse beinhalten - die Kartoffel. Jetzt werden viele sagen "Aber Kartoffeln sind doch kein Gemüse, sondern eine Beilage wie Nudel oder Reis". Das ist sowohl richtig als auch falsch, denn jedem leuchtet ein, dass diese Beilage - wie etwa auch Karotten oder Sellerie - in der Erde wachsen, nur dass sie sich eben nicht als Rohkost eignen.
Ausführliche Informationen rund um die tolle Knolle finden Sie wie immer auf WIKIPEDIA



Kartoffelgerichte


Grüne Soße
Im Normalfall isst man die Grüne Soße mit Pellkartoffeln. Daher sollen die Rezepte für deren Zubereitung auch unter der Rubrik "Kartoffelgerichte" eingereiht werden.

Es gibt zahlreiche Rezepte für dieses leckere und kerngesunde Gericht und wir wollen daher auch keines davon favorisieren. Probieren Sie doch einmal selbst die eine oder andere Variante aus, wir haben eine umfangreiche Sammlung auf einer Internetseite für Sie entdeckt. Sie werden sicher Ihr persönliches Lieblingsrezept darunter finden.



Kartoffelgulasch
Viele Zutaten braucht man nicht für dieses einfache aber schmackhafte Gericht.

Für 4 Personen benötigt man etwa:
600 bis 800 g mehlige oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
200 g Zwiebeln
Salz, Paprika (jeweils einen Teelöffel scharf und mild)
Einen Teelöffel gekörnte Brühe oder auch dunkle Sojasauce
Sonnenblumenöl.

Zubereitung:
Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. In der Eisenpfanne in Öl anbraten. Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Wenn die Zwiebeln gebräunt sind, diese aus der Pfanne nehmen, die rohen Kartoffelwürfel hineingeben und solange bei starker Hitze anbraten, bis sie eine braune Kruste gebildet haben. Dabei immer wieder mit dem Holzlöffel durchrühren. Nun die gerösteten Zwiebeln wieder hinzufügen, das Ganze mit Salz und Paprika bestreuen, kurz durchrühren und sofort mit heißem Wasser oder Brühe ablöschen. Das Gericht bei geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme simmern lassen, bis die Kartoffelwürfel gar sind (ca. 20 Minuten). Gelegentlich umrühren und eventuell etwas Wasser oder Brühe nachgießen.

Weitere Tipps:
Ich nehme gerne je zur Hälfte mehlige und festkochende Kartoffeln, da die mehlige Sorte zusammen mit den Zwiebeln die Soße bindet, während die festkochenden dem Gericht den Gulaschcharakter verleihen.
Dazu schmeckt Stangenweißbrot, das ordentlich mit Butter bestrichen wird.



"Himmel und Erde"
Eigentlich müsste man das folgende Gericht nicht unter Kartoffel- sonder unter Apfelgerichte einordnen, wenn man den Namen wörtlich nimmt: Im überlieferten Originalrezept ist nämlich von "Äpfeln und Erdäpfeln" die Rede. So nannte man früher die Kartoffeln in einigen deutsch sprachigen Regionen - und daher stammt auch der Name des Gerichts.

Auf Grund der Zutaten ist "Himmel und Erde" traditionell eher ein Winteressen, denn was dafür gebraucht wird hatte man zu früheren Zeiten meist im Keller eingelagert und die Schlachtung der Schweine, die den Sommer über auf der Weide verbracht hatten, erfolgte überwiegend zu Beginn oder während der kalten Jahreszeit. Dann gab es auch die so beliebte Blut- und Leberwurst und bei uns in Oberhessen eben auch die Mengwurst, die in etwa zu gleichen Teilen aus diesen beiden Wurstsorten besteht.

Die Zutaten:
Kartoffelbrei (pro Person ca. 200 g mehlige Kartoffeln)
1 Glas Apfelmus (850ml)
etwas Milch, ein Stück gute Butter
Pfeffer und Salz
Mengwurst (eine Scheibe von ca. 150 g pro Person)

Die Zubereitung:
Die Katoffeln schälen und in leicht gesalzenem Wasser gar kochen.
Milch und Butter, Pfeffer (aus der Mühle!) und Salz hinzufügen und mit einem Mixer zu Brei rühren. Bei Bedarf noch etwas Milch oder Butter hinzufügen und weiterrühren, bis der Brei die gewünschte Konsistenz hat.

Serviert wird etwa zu gleichen Teilen Kartoffel- und Apfelbrei und eine Scheibe Mengwurst.
Hmmm… einfach lecker!

Weitere Tipps:
Die Milch sollte beim Hinzufügen warm sein
Bei der Mengwurst gehe ich persönlich keine Kompromisse ein:
Für mich kommt nur die vom Bender in Betracht!



Pellkartoffeln mit Butter und Quark
Ein weiteres vegetarisches Kartoffelgericht, das gut in die Jahreszeit der frischen Kräuter passt.

Zutaten:
Kartoffeln (festkochend - pro Person ca. 200 Gramm)
Quark (pro Person ca. 125 Gramm - ganz nach Geschmack und Kalorienbewusstsein mager, halbfett oder Sahnequark)
Butter (pro Person ca. 50 Gramm)
Kräuter oder Paprikapulver

Zubereitung:
Den Quark mit etwas Milch oder Sahne und Kräutern nach Wunsch sowie etwas Pfeffer aus der Mühle und Salz anrühren (Anstelle von Kräutern kann man aber auch mit Paprikapulver eine rote Quarkcreme herstellen, dann aber bitte den Pfeffer weglassen!). Ganz Bequeme können sich natürlich auch eine Packung Kräuter- oder Paprikaquark beim Händler kaufen.

Die Kartoffeln mit Schale kochen und zusammen mit dem in einem Schüsselchen angerichteten Quark servieren. Jeder schält sich seine Pellkartoffeln bei Tisch selbst! Kartoffel halbieren und mit Salz bestreuen, dann einen Löffel Quark darauf und zur Krönung ein Stückchen Butter auflegen. Köstlich!

Weitere Tipps:
Für Pellkartoffeln immer nur festkochende Sorten verwenden.
Hat man Sahnequark gekauft, sollte man die Quarkcreme nicht auch noch mit Sahne anrühren, sonder normale Vollmilch nehmen. H-Milch ist bäh! Hat schon rein geschmacklich nichts mehr mit Milch zu tun. Aber auch die Eiweiße werden bei deren Herstellung chemisch verändert (man sagt, sie werden "denaturiert", ein, wie ich finde, treffender Ausdruck dafür) und ein größerer Teil der in der Milch enthaltenen Vitamine gehen verloren.
Nehmen Sie für die Zubereitung keine Kräuter, wie sie in der südländischen Küche verwendet werden. Das entspricht nicht dem Charakter des Gerichts. Besser sind bei uns gängige Kräuter, wie Petersilie und Schnittlauch. Frisch aus dem Garten ist natürlich unübertroffen!
Pellkartoffeln mit Butter und Quark isst man als vegetarisches Gericht oder auch als Beilage zu gegrilltem oder kurzgebratenem Fleisch.

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