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Zeitzeugen gesucht!!!

Von Anfang 1944 bis zum Kriegsende war im Schloss Hungen das pseudowissenschaftliche "Institut zur Erforschung der Judenfrage" untergebracht.

Bis heute ist das Schicksal vieler Bücher und der Menschen, denen die Bücher gehörten, ungeklärt, obwohl sich die westlichen Alliierten bemühten, die Bücher nach Kriegsende möglichst weitgehend zurückzugeben.

Auch aus dem Hungener "Institut" ist das Schicksal vieler Bücher ungeklärt. Es ist zu vermuten, dass viele Bücher in den Nachkriegswirren "verschwunden" sind.

Anlässlich des 2. Hannoverschen Symposiums "Jüdischer Buchbesitz als Raubgut" konnte Erhard Eller, Stadtarchivar in Hungen, einen 1680 in hebräischer Schrift gedruckten Pentateuch, der sich seit den neunziger Jahren in seinem Besitz befand, an das Collegio Rabbinico in Rom zurückgeben. Eller hatte das Buch von den Erben der jüdischen Familie Oppenheim, die in Hungen in der Obertorstrasse 25 lebte, erhalten. Leider konnte nicht geklärt werden, wie das Buch in den Besitz der Oppenheims gelangte.

Wer weiß mehr darüber und kann bei der Aufklärung weiterer Bücherschicksale helfen?

Informationen (auf Wunsch auch vertraulich oder anonym) nimmt das Stadtarchiv Hungen unter Telefon 06402-8520 oder per Fax 06402-8586, gerne entgegen.

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