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Sonntag 06.07.08, 22.4°C
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Licher Bier von Einbrechern verschmäht

Hungener Radsportler erlebten einiges auf Ihrer Fahrt in die Partnerstadt

(RVG) Hungen/St.-Bonnet de Mure (F). Am 10. Juni brachen 8 furchtlose Hungener Radsportler vom RV „Germania 1912“ e.V. Hungen auf, um ihre Partnerstadt St.-Bonnet de Mure in Frankreich mit dem Rad zu besuchen. Die Tour ging über 6 Tage und 960 km. Die Tagesetappen betrugen zwischen 125 und 185 km. Begleitet wurden die 8 Fahrer von einem Begleitfahrzeug mit Verpflegung und Ersatzmaterial. Zur Freude aller Teilnehmer wurde es ab dem Start auch endlich sommerlich warm. Nur der Fahrer im nicht klimatisierten Fahrzeug musste bei Temperaturen von konstant über 30°C leiden.



14 Prozent im Schweizer Jura ...
Auf den ersten beiden Etappen ging es recht flach und über die Deutsche Weinstrasse nach Lampertheim wo abends das Spargelfest besucht wurde, nach Straßburg (F). Der dritte Tag startete für die Teilnehmer mit einer Hiobsbotschaft. Das Begleitfahrzeug wurde aufgebrochen. Zum Glück waren alle Fahrräder im Hotel untergebracht. Die Diebe plünderten das Fahrzeug und stahlen Werkzeug, Räderzubehör, die Verpflegung für die ganze Woche und sogar das Gastgeschenk des Vereins. Nur das gekühlte Licher Bier wurde zurückgelassen. Die Schiebetür des Fahrzeugs war so beschädigt, dass sie ersetzt werden musste. Im halbwegs im Zeitplan zu bleiben, haben sich die Radler mittags auf den Weg gemacht.



Der Präsident des Radpsportclubs der Partnergemeinde, Etolie Cycliste Muroise aus St.-Bonnet, Joseph Monin überreicht dem 1. Vors. Carsten Butteron (links) ein Gastgeschenk
Die dritte Etappe führte durch das Elsaß über landschaftliche schöne Strecken nach Issenheim, bevor es am nächsten Tag bei großer Hitze auf die anspruchvollste Etappe durch den Schweizer Jura ging. Unter anderem ging es 400 m mit durchschnittlich 10% bergauf, wobei die steilsten Passagen 14% hatten. Die Etappe endete am Bieler See. Die fünfte Etappe führte entlang der Seen von Biel, Neuchâtel und Genf entlang, wo auch übernachtet wurde. Leider konnten die Fahrer diese Etappe wegen des hohen Verkehrsaufkommens nicht wirklich genießen. Der letzte Streckenabschnitt wurde aber wieder ruhiger, dafür aber auch wieder anspruchsvoller. In Nantua, 45 km hinter der schweizerischen Grenze wurden die deutschen Radsportler dann von den französischen Radlern des Radsportclubs St.-Bonnet de mure, „Etoile Cycliste Muroise“ in Empfang genommen und den Rest der Strecke bis zum Ziel, immerhin noch über 90 km, begleitet. Im Ziel wurden dann alle herzlich von den französischen Freunden begrüßt und das Hotel bezogen, bevor man der Einladung zum Abendessen im Vereinsheim folgte. Die Franzosen hatten ein umfangreiches Programm zusammengestellt.



Grenzübergang Frankreich, Deutsches Weintor
Der nächste Tag wurde mit einer Stadtbesichtigung der Lyoner Altstadt eingeläutet, den die französischen Freunde organisiert hatten. Abends wurden alle wieder mit reichhaltigem französischem Essen verwöhnt. Am Samstag saßen alle wieder im Sattel, wobei die Franzosen mit 15 Radlern den größeren Teil der Gruppe darstellten. Es ging auf kleinen Nebenstraßen mit anspruchsvollen Steigungen 150 km durch die Berge südlich von Lyon. Unterbrochen wurde der Tag durch ein längeres Picknick, und anschließendem Besuch des „Palais Facteur Cheval“, dem Traumpalast eines Briefträgers. Am Abend wurde dann ein Grillfest mit den örtlichen Honoratioren und zahlreichen Gästen durchgeführt. Dabei überreichten die französischen Radlern Geschenke an die deutschen Freunde. Gefeiert wurde bis nach Mitternacht mit anschließender herzlicher und freundschaftlicher Verabschiedung sowie dem Versprechen, sich nächstes Jahr wieder zu sehen.



von links: Alexander Faggiano,Carsten Beinecke, Reiner Kubala, Manfred Roddewig, Andreas Röhrig, Werner Thorn, Hartmut Wolf, Carsten Butteron


Da will nämlich die Elite der Radsportler beider Vereine die rund 800 KM von St.-Bonnet de Mure nach Hungen in zwei Tagen, also quasi nonstop, unter die Räder nehmen. Am Sonntag wurden die Radler mit einem Lunchpaket für die Rückfahrt mit der Bahn begrüßt. Am Abend trafen die Sportler glücklich und zufrieden wieder in ihrer Heimat ein und wurden von Ihren Familien begrüßt.

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