Waldwanderung zum Nikolaus
Beim letzten Treffen der Kindergruppe des NABU-Nonnenroth stand etwas Besonderes auf dem Plan: eine Wanderung durch den dunklen Wald zum Nikolaus.
(ab) Von der Taufsteinhütte aus leitete die Führerin, Frau Ritz, die Gruppe in den nachtdunklen Wald. Die Geländegängigkeit der Teilnehmer wurde auf die Probe gestellt, denn der unbefestigte Weg war zum Teil sehr morastig, Wurzeln ragten glitschig hervor und dicke Steine mussten umrundet werden.Immer wieder machte Frau Ritz Halt, um etwas Interessantes zu unserem Brauchtum rund um Weihnachten zu erzählen. So zum Beispiel, wie es kam, dass man Glaskugeln an den Baum hängte oder ihn mit Stern und Engel schmückte.
Bei einem Häuschen im Wald wurde der Nikolaus vermutet, aber er war wohl nicht zu Hause. Rund um diese Figur wusste Frau Ritz wieder viel zu erzählen, auch wenn einige Kinder lauthals verkündeten, dass es ihn nicht gäbe. Den hinter der Hand laut genug geflüsterten Hinweis von Erwachsenen auf die türkische Staatsangehörigkeit ließ sie ebenfalls unkommentiert.
Als dann auf dem weiteren Weg ein Licht im Wald aufschimmerte und ein Glöckchen zu hören war, verstummten alle. Sogar die glimmenden Zigaretten einiger Erwachsener verschwanden hinter dem jeweiligen Rücken. Der Nikolaus näherte sich in Begleitung von zwei großen Eseln, deren riesige, zottelige Ohren im Licht der Laterne lustig wippten. Für jedes Kind hatte er ein Päckchen dabei. Schmutzig und verfroren machten sich alle zufrieden auf den Heimweg.
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