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Ein Vulkan in der Hütte

Zum Treffen der NABU-Kindergruppe Nonnenroth waren 15 Kinder erschienen, ausgerüstet mit Kittel und Sonnenbrillen. Bevor Nicole Graulich mit ihren Versuchen begann, bekamen alle noch eine Schutzbrille, die während der ganzen Zeit zu tragen war.

Nicole brachte die Kinderaugen zum Leuchten mit der Ankündigung, zaubern zu können wie Harry Potter. Die erste Aufgabe war es, mit Watte zu schießen. Dazu wurde draußen auf einer Kachel ein Stückchen Watte verbrannt. Zurück blieb ein verkohlter Rest, kein Schuss fiel. Das konnte es ja nicht sein. Dann wurde ein weiteres Wattestück verbrannt. Diesmal gab es einen Knall wie bei einem Schuss – und nichts war übrig.



Nicole erläutert einen Versuch
Lösung: Die Watte muss mehrere Tage in Säure eingeweicht, dann gewaschen und getrocknet werden. Für den nächsten Versuch wurden ebenfalls im Freien kleine Sandhaufen auf Kacheln errichtet, in die Emser Pastillen aufrecht hineingesteckt und mit Spiritus benetzt wurden. Nach dem Anzünden bildeten sich schwarze Schlangen aus den ehemals weißen Tabletten.

Wieder in der Hütte übten die Kinder die kriminalistische Spurensicherung. Jeder erhielt ein Stück Papier und musste einen Finger mit Creme behandeln. Nun wurden mit dem eingecremten und mit einem unbehandelten Finger Abrücke auf das Papier gebracht, an den Rand kamen einige Körnchen Jod. Mit einem Uhrglas bedeckt begannen sich nach kurzer Zeit die Abdrücke der eingecremten Finger bräunlich zu färben.

Lösung: Das aus dem Jod austretende Gas verbindet sich mit den Fettspuren und färbt sie. Dann wurden Schiffchen aus Papier ausgeschnitten, die am hinteren Ende einen Schlitz erhielten, in den ein Stück geraspelte Kernseife geklemmt wurde. Ins Wasser gesetzt schwammen sie mit erstaunlicher Geschwindigkeit herum. Lösung: Die Seife vermindert die Oberflächenspannung des Wassers und treibt so die Schiffchen vorwärts.

Die nächsten Versuche fanden wieder im Freien statt. Diesmal waren Sonnenbrillen nötig. Nicole zündete einen normalen Bleistiftspitzer an. Zur allgemeinen Verblüffung verbrannte er mit sehr heller Flamme und verspritzte dabei grelle Funken. Lösung: Spitzer werden aus Magnesium hergestellt, das auch zur Herstellung von Wunderkerzen verwendet wird.

Dann erbat Nicole von ihrem Vater, dem Vorsitzenden Werner Graulich, einen Geldschein, um ihn zu verbrennen. Unter Protest zückte er schließlich eine Banknote. Nicole weichte diese in einer farblosen Lösung ein und zündete sie an. Der Geldschein brannte lichterloh, nahm aber keinen Schaden. Zum Vergleich weichte sie ein Stück Papier in Wasser ein und versuchte es anzuzünden. Das gelang nicht.



Der Vulkan ist ausgebrochen
Lösung: Die Lösung bestand aus Wasser und Alkohol. Nur der Alkohol verbrennt, während das aufgesaugte Wasser ein Verbrennen des Geldscheines verhindert.

Zum Schluss ließ Nicole einen Vulkan ausbrechen. Dazu hatte sie ein Gemisch aus Zink und Schwefel auf eine Kachel gehäuft, das sie aus sicherem Abstand mit einem glühenden Draht entzündete. Es zischte und puffte und mit einer großen Stichflamme verbrannte das Gemisch.

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