70 Jahre Freiwillige Feuerwehr Inheiden mit Kommers begangen
Stete Weiterentwicklung der Feuerwehr gewürdigt – Ehrungen – Fragen zur Zukunft des Brandschutzes
(tr) Seit nunmehr 70 Jahren gibt es die Freiwillige Feuerwehr Inheiden, was ein Anlass sei, dies mit einem Kommers feierlich zu begehen, meinte der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Inheiden, Stadtbrandinspektor Richard Pleyer. Dazu konnte er am Samstagabend in der Mehrzweckhalle eine ganze Reihe von Gästen begrüßen. Etwa den Ersten Stadtrat Herbert Engel und die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Karin Asmus, Kreisbrandinspektor Gert Battenfeld, den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Udo Träger, Ehrenstadtbrandinspektor Reinhold Dörr sowie zahlreiche Vertreter der übrigen Hungener Wehren und Inheidener Vereinsvertreter, Ortsvorsteher Heinz-Joachim Schäfer, der auch Rechner des Jubiläumsvereins ist, sowie den langjährigen Inheidener Wehrführer und heutigen Ehrenwehrführer Gerd Weber.»Die Feuerwehr hat eine besondere Bedeutung in unserer Gesellschaft und ist als Hilfsorganisation bei Bränden und Hilfeleistungen immer für die Bürger vor Ort und das nun schon seit 70 Jahre. Das sind 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag, was in 70 Jahren 613 200 Stunden sind«, rechnete Pleyer in seiner Rede vor. Die Feuerwehr Inheiden wurde am 7. Februar 1937 gegründet. Damals, so Pleyer weiter, gab es noch nicht die Gerätschaften wie heute, und auch die Art der Dienstleistungen war eine andere. Geschwächt durch die Kriegsjahre, wurde die Mannschaft in den 50er bis 80er Jahren wieder stärker. Sei es früher vor allem Brändbekämpfung gewesen, seien heute andere Dienstleistungen und Technische Hilfeleistungen gefragt, und dies bedürfe auch einer intensiveren Ausbildung. An dieser Stelle dankte Pleyer dem Engagement der Kameraden der Feuerwehr, was in einer Leistungsgesellschaft nicht mehr überall üblich sei.
»In der Jugendfeuerwehr liegt die Zukunft«
»Um den Nachwuchs zu sichern, unterstützen wir die Jugendfeuerwehr, denn in ihr liegt die Zukunft der Einsatzabteilung«, betonte Pleyer. Freilich werde auch die Einsatzabteilung mit allen vorhandenen Möglichkeiten vom Verein unterstützt. So wurden eine Mannschaftstransportwagen und ein Boot vom Verein angeschafft.
Es folgten Vorträge des Gesangvereins »Eintracht« unter Leitung von Dominik Heinz, bevor Erster Stadtrat Herbert Engel die Grüße des Bürgermeisters und des Magistrates überbrachte. Engel betonte, die Feuerwehr habe in diesen 70 Jahren allen Wandel mitgemacht und sich stetig weiterentwickelt. »Denn auch die Aufgaben haben sich ständig weiterentwickelt«. Hier nehme die Inheidener Wehr innerhalb der Hungener Wehren eine Sonderstellung ein. Denn sie ist mit einem Boot ausgestattet das schon des Öfteren zur Menschen- und Tierrettung eingesetzt wurde. Die Nähe zum See mit vielfältigen Einsätzen, etwa bei Hochwasser, untermauere diese Feststellung. Engel dankte den Kameraden für ihre stetige Einsatz- und Leistungsbereitschaft.
Grüße und Glückwünsche des Stadtparlamentes übermittelte die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Karin Asmus. Auch Ortsvorsteher Schäfer meinte, 70 Jahre Feuerwehr Inheiden seien ein Anlass, den es gebührend zu feiern gelte. Denn unverändert seien die Feuerwehr und ihre Mitglieder davon geprägt, Verantwortung für die Bürger zu übernehmen. Dafür dankte Schäfer allen, die in diesen Jahren Verantwortung getragen haben. Abschließend übermittelte er auch die Grüße der Ortsvereine.
»Migranten und Frauen in die Feuerwehren!«
Das Jubiläum müsse auch Anlass sein, den Blick nach vorne zu richten, unterstrich KBI Battenfeld in seinem Grußwort, in dem er auch die Glückwünsche von Landrat Marx übermittelte. »Wie können wir die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren auch künftig sicherstellen, um einen flächendeckenden Brandschutz zu gewährleisten?«, fragte er. Dafür, so seine Antwort, sei es auch notwendig Migranten und mehr Frauen in den Wehren aufzunehmen; Battenfeld verwies hier auf die Aktion »Frauen am Zug« des Feuerwehrverbandes. Dass aber nicht Geld und technische Ausrüstung an erster Stelle stehe, sondern der Mensch, das betonte er grundsätzlich. Battenfeld ehrte sodann den ehemaligen Inheidener Wehrführer Gerd Weber und den Vereinsvorsitzenden Richard Pleyer für 40-jährige Mitgliedschaft mit dem Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Silber. Weber war über 30 Jahre Wehrführer in Inheiden, Pleyer ist neben seinen Tätigkeiten in Inheiden seit 16 Jahren Kreisausbilder und seit elf Jahren SBI in Hungen.

Beim 70-jährigen der Feuerwehr Inheiden wurden auch zahlreiche Mitglieder geehrt.
Stellvertretender Vorsitzender Thomas Müll nahm die Vereinsehrungen vor: Für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde Jürgen Rupp, für 40 Jahre Gerd Weber, Ernst-Richard Pleyer, Willi Burger, Bernd-Rainer Metzger, Werner Puschner, Wilfried Stein und Harry Zidek, für 50 Jahre Erich Bickelhaupt, Hugo und Werner Rupp, Reinhold Weber und Werner Parr. Gar 60 Jahre gehören dem Verein an Kurt Crone, Herbert Döffinger, Friedel Fink, Wilhelm Koch, Heinz Perschbacher und Georg Zidek. Auch der Verein dankte dem ehemaligen Wehrführer Gerd Weber für seine 30-jährige Wehrführertätigkeit. Sabrina Weber wurde schließlich zur Feuerwehrfrau, Patrick Müll und Dominik Tag zum Oberfeuerwehrmann und Thorsten Reeb zum Hauptfeuerwehrmann, Gerald Reitz zum Oberlöschmeister und Wehrführer Markus-Wolfgang Sadler zum Hauptlöschmeister ernannt.


Tanzgruppen umrahmten das Festprogramm bei der Inheidener Feuerwehr
Die beiden Tanzgruppen des Landfrauenvereins und des Gesangvereins „Eintracht“ umrahmten mit ihren Tänzen den Kommersabend der Freiwilligen Feuerwehr Inheiden.

Im Rahmen der 70-Jahrefeier ehrte Kreisbrandinspektor Gert Battenfeld (Mitte) den ehemaligen Inheidener Wehrführer Gerd Weber (Rechts) und den Vereinsvorsitzenden Richard Pleyer (zweiter von Links) für 40-jährige Mitgliedschaft mit dem Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Silber. Weber war über 30 Jahre Wehrführer in Inheiden, Pleyer ist neben seinen Tätigkeiten in Inheiden seit 16 Jahren Kreisausbilder und seit elf Jahren SBI in Hungen. Den geehrten gratulierte auch Hungens Stellvertretender Stadtbrandinspektor Udo Träger (Links).

Beförderungen bei der Feuerwehr Inheiden
Hier wurden Sabrina Weber zur Feuerwehrfrau, Patrick Müll und Dominik Tag zum Oberfeuerwehrmann und Thorsten Reeb zum Hauptfeuerwehrmann, Gerald Reitz zum Oberlöschmeister und Wehrführer Markus-Wolfgang Sadler zum Hauptlöschmeister von Stadtbrandinspektor Richard Pleyer (Rechts) ernannt. (Fotos: tr)
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