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Feuerwehr Hungen leistete über 2300 Stunden für die Sicherheit der Bürger

Ehrungen und Beförderungen von Mitglieder und Aktiven – Tagesbereitschaft muss verstärkt werden

(tr) Die Hungener Feuerwehr, sowohl der Verein wie auch die Einsatzabteilung, konnten in ihrer Jahreshauptversammlung, die man am Samstagabend in der Reichskrone hielt, wiederum auf zahlreiche Aktivitäten verweisen. Hierzu begrüßte Vorsitzender Erik-Alex Horst neben den zahlreichen Aktiven auch Stadtrat Walter Seibert und Ortsvorsteherin Irene Krull als Vertreter der Stadt sowie Stadtbrandinspektor Richard Pleyer. Leider waren an diesem Abend fast keine Passiven Mitglieder vertreten.

Im Mittelpunkt der Versammlungen standen dann die Berichte des Vorstandes, der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr und des Musikzuges sowie der Alters- und Ehrenabteilung. Wie Horst dann berichtete, hat der Verein der Feuerwehr derzeit 379 Mitglieder die im abgelaufenen Jahr 1045 Stunden aufgewendet haben. Hier nannte er als Aktivitäten den Rosenmontagsball in der Stadthalle, das Brunnenfest und die Versorgung der Teilnehmer beim Landesentscheid. Mit 47 Teilnehmern hatte man einen Vereinsausflug nach Fulda verbunden mit dem Besuch des dortigen Feuerwehrmuseums unternommen und auch beim Schäferfest 2006 in Hungen war man dabei. Des Weiteren besuchte man das Kreisfeuerwehrfest in Langgöns und nahm an diverse Feuerwehrfeste teil. Den Abschluss bildete die gemeinsame Jahresabschlussfeier aller Feuerwehrabteilungen.


Ehrungen bei der Feuerwehr Hungen. Von links: bisheriger 2. Vorsitzender Daniel Butzin, Werner Frutig, Ernst-Hermann Moll, Markus Schmied, Christian Keil, Horst Kuhn und ganz rechts Vorsitzender Erik Alex Horst. (Foto: tr)

Von den Aktivitäten der Einsatzabteilung berichtete Wehrführer Stefan Kuhl. Es waren beeindruckende Zahlen, die der Wehrführer im Jahresbericht nannte. Die 45 Aktiven, zu denen 19 Atemschutzgeräteträger gehören, waren in 1265 Stunden bei 84 Einsätzen gefordert. Sie verbrachten 1800 Stunden mit Übungen und Unterricht. 21-mal wurden sie zu Bränden gerufen, 28-mal zu Hilfeleistungen, dazu gehörten acht Verkehrsunfälle. 23 Fehlalarme - davon etwa die Hälfte aus Böswilligkeit - und 12 Brandsicherheitsdienste hatte es gegeben. Als Sondereinsätze nannte Kuhl einen Scheunenbrand in Langsdorf, Hochwasser im Seegebiet, Hausbrand im Altstadtkern und einen Unfall in Rodheim. 55 Prozent aller Einsätze lagen in der Zeit zwischen 6 und 18 Uhr.

Aus der Verteilung dieser Einsatzzahlen schloss Kuhl, dass es zwingend erforderlich sei, mittelfristig ein gesichertes Alarmierungskonzept für tagsüber zu erstellen. Im Augenblick könne man die Einsatzbereitschaft tagsüber nicht zuletzt durch die Unterstützung der Inheidener Wehr aufrechterhalten. Kuhls Dank galt den Wehrleuten der Tageseinsatzgruppe in Hungen, der Andreas Möll, Andreas Töllich, Tim-Daniel Stumpf und Stefan Leipold angehören. Er befürchte aber, dass zukünftig weitaus weniger Feuerwehrleute tagsüber zur Verfügung ständen.

Auch für die Weiterbildung in Theorie und Praxis wurde einiges getan sowie wieder zahlreiche Lehrgänge von den Mitgliedern mit Erfolg besucht. Abgeschlossen ist die Planung für einen Gerätewagen für Gefahrgut.

Am Ende informierte der Wehrführer die Zuhörer über die Website www.ff-hungen.de/, die durch das Team Brühl/Kießwetter immer auf dem aktuellsten Stand gehalten werde. Auch das „Löschblättchen“ das Reinhold Böcher und Rüdiger Gerhard herausgeben erfreue sich großer Beliebtheit.

Jugendwart Michael Tröber hat mit Unterstützung von Michael Weber und Daniel Butzin 150 Stunden mit den Jugendlichen gearbeitet wovon 78 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung waren. Die Weihnachtsbäume wurden eingesammelt, an einer Nachtwanderung teilgenommen und am Zeltlager der Hungener Jugendfeuerwehren. Beim Stadtpokal erreichten sie einen dritten Platz. Ferner beteiligten sie sich am Brunnenfest, am Schäferfest und leisteten Hilfe beim Landesentscheid. Bei der Abnahme der Leistungsspange bildeten die Hungener eine Gruppe mit Langd und erreichten alle das Ziel. Von den derzeit zwei Mädchen und 12 Jungen werden demnächst fünf in die Einsatzabteilung übernommen. Tröber bat alle Anwesenden, Werbung für neue Mitglieder zu machen. Die Alters- und Ehrenabteilung so Karl Linsig ist immer da wenn es darum geht, bei Veranstaltungen mitzuhelfen und hier nannte er besonders ihre Unterstützung beim Landesentscheid.

In Teilwahlen waren der stellvertretende Wehrführer und drei Beisitzer für den Feuerwehrausschuss zu wählen. Hier wurde Markus Brühl zum neuen stellvertretenden Wehrführer gewählt. Neue Beisitzer wurden Christian Seibert, Ernst Hermann Moll und Markus Weimer. Den ausgeschiedenen Mitgliedern des Feuerwehrausschusses Carmen Berndt, Reinhold Böcher und Thomas Haubner dankte der Wehrführer mit einem Präsent.

Aus dem Musikzug berichtete dessen Leiter Rolf Möbus, dass der Spielmannszug derzeit 23 Aktive habe und die Schüler und Jugendgruppe aus 16 Mitgliedern bestehe. Diese haben zusammen 80 Übungsstunden absolviert. Man beteiligte sich wieder an zahlreichen Veranstaltungen. So spielte man beim Faschingsumzug in Nidda, spielte am hessenweiten Konzert unter dem Motto „Wir“ in Hungen mit den übrigen Hungener Musikzügen, spielte beim Schäferfest, umrahmte die Abnahme der Leistungsspange, wirkte bei einem Bühnenspiel in Villingen mit und veranstaltete gemeinsam mit der Jugendgruppe wiederum ein Konzert im Hungener Altenheim. Möbus erwähnte auch die Jugendfreizeit auf dem Wirberg, an der 16 Jugendliche teilnahmen. Nicht zu vergessen das Spielen bei Geburtstagen und Jubiläen von Mitgliedern. Hier nannte Möbus besonders den Auftritt zum 75. Geburtstag von Klaus Höhle, der seit Jahrzehnten als Manager für den Musikzug und die Jugendgruppe tätig ist. Außerdem erwähnte Möbus die Teilnahme an Versammlungen und Tagungen des Bezirks und Landesverbandes sowie an der Kreisstabführertagung und an die Treffen mit den anderen drei Hungener Musikvereinen zwecks gemeinsamer Aktivitäten.

Zum Abschluss seines Berichtes dankte Möbus besonders den Ausbildern Bianca Schneider, Ilka Schmidt, Uli Weil-Kasper und Nathalie Rühl und Manager Klaus Höhle sowie allen die den Verein unterstützt haben.

Im Anschluss lieferte Rechner Markus Schmied seinen Jahresbericht ab. Nach der Entlastungen stand die Wahl eines stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins an. Diese Aufgabe wird zukünftig Jockel Höhle übernehmen.


Beförderungen und Verpflichtung von Jugendfeuerwehrleute (Foto: tr)

Nach den Grußworten von Stadtrat Walter Seibert und Ortsvorsteherin Irene Krull, die beide den Mitgliedern der Feuerwehr für ihre umfangreichen Aktivitäten dankten, war es Stadtbrandinspektor Richard Pleyer, der nach seinen Dankesworten Beförderungsurkunden an Michael Reichhard, der zum Feuerwehrmann befördert wurde und an Michael Domröse, der zum Hauptfeuerwehrmann ernannte wurde, überreichte. Des Weiteren verpflichtete Pleyer Dennis Müller und Kevin Schaaf die aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen wurden. Daran schlossen sich dann zahlreiche Ehrungen des Feuerwehrvereins an, die Vorsitzender Erik-Alex Horst vornahm. So wurde Werner Frutig zum Ehrenmitglied ernannt. Für 50 Jahre wurden Richard Bender, Bruno Woratsch und Horst Kuhn sowie für 25 Jahre Ralf Petry ausgezeichnet. Seit 30 Jahren aktiv ist Ernst Hermann Moll und seit 15 Jahren Christian Keil und Markus Schmied.

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