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"Eghalanda Gmoi z' Hungen" feierte 50-jähriges Bestehen

Mit einem bunten Programm feierte am Samstagabend die "Eghalanda Gmoi z' Hungen" ihr 50-jähriges Bestehen in der Stadthalle. Die Jubiläumsfeier begann mit einer Kranzniederlegung am Vertriebenenstein in der Friedberger Straße.


(tr) Das eigentliche Programm, das vom Vüarstäiha der "Eghalanda Gmoi z Hungen", Bernhard Glaßl, zum 50-jährigen Bestehen des Vereins zusammengestellt wurde, begann dann in der Stadthalle mit den Ohmtal-Musikanten unter der Leitung von Hubert Honsowitz.



Nach einer Egerländer Eröffnungsmusik begrüßte Bernhard Glaßl die zahlreichen Gemoi Mitglieder, die mitwirkenden Gruppen sowie zahlreiche Abordnungen von Egerländer Gmoin aus Bad Homburg, Braunfels, Dillenburg, Herborn, Limburg, Offenbach, Schlitz, Stuttgart, Iserlohn und Ingolstadt. Besonders begrüßte Glaßl, den Bundesjugendführer Volker Jobst, den Landesehrenvürarstäiha Konrad Heidel, den Stellvertretenden Landesvüarstäiha und den Landesjugendführer Rudi Winkler.


Statt einen Rückblick auf die Vereinsgeschichte verwies der Vüarstäiha auf eine Bilderausstellung, die einen Rückblick auf die 50 Jahre Gmoi Hungen gibt und in der Stadthalle zu besichtigen war. Nach den Tänzen der Kinder- und Jugendgruppe der Egerländer Gmoi Hungen unter der Leitung von Bärbel Weil und Petra Glaßl war es Stadtverordnetenvorsteher Helmut Algner, der die Grüße der Stadtverordnetenversammlung übermittelte.



Gerhard Schmid, Klaus Guldan und Bernhard Glaßl boten Lieder aus dem Egerland

50 Jahre sind keine lange Zeit aber für einen Verein schon und wenn man bedenkt warum die Egerländer Gmoi gegründet wurden erinnert man sich einer schlimmen Zeit in der viele ihre Heimat verloren und in der Fremde wie auch in Hungen zusammen fanden, um ihren Brauchtum und ihre Geschichte im Kreise Gleichgesinnter zu erhalten. So können wir heute froh sein, dass man sich auch in Hungen dazu entschloss eine Gmoi zu gründen. Denn hätten wir sonst gewusst was eine Rauschende Birke oder der Schornsteinfeger von Eger ist?




Stadtrat Walter Seibert, der die Grüße des Magistrates und des verhinderten Bürgermeisters übermittelte wies in seinem Grußwort auf die enge Verbindungen zwischen der Gmoi und den übrigen Hungener Vereinen hin. Die zugezogenen Egerländer, so Seibert, haben der Stadt Hungen seiner Zeit einen großen Schub verliehen und er erinnert hier besonders an den langjährigen 1. Stadtrat Robert Jackl und dem Stadtverordnetenvorsteher Karl Schmid, die sich nicht nur für das Gemeinwohl einsetzten, sondern auch am Aufbau der Hungener Infrastruktur großen Anteil hatten.

„Heimat in der Fremde, aber die Heimat ist nicht fremd“


In einem Rückblick auf die Gründerzeit zahlreicher Gmoin vor 50 Jahren ging der Stellvertretende Landesvüarstäiha Rudi Winkler ein und führte aus, dass bereits vor über 100 Jahren Gmoin in aller Welt gründeten wurden, um ihren Brauchtum und die Geschichte ihrer Heimat Egerland hinaus in die Welt zu tragen. Auch in Hungen haben sich zahlreiche aus der Heimat vertriebene Egerländer vor 50 Jahren zusammen gefunden, um die Traditionen und das Brauchtum Gleichgesinnter zu erhalten, so Rudi Winkler, der den Hungener Gmoi Mitglieder dankte und hier besonders dem Vüarstäiha Bernhard Glaßl.



Nach den Grußworten setzte die Schüler und die Volkstanzgruppe das Programm mit weiteren Tänzen fort. Ihnen folgten der Shantychor des Liederkranzes Hungen mit einigen Liedern sowie die Tanzgruppe der Egerland-Jugend-Hessen mit einigen Tänzen. Eine besondere Überraschung hatten sich einige Mitglieder des Elferrates des Hungener Carnevalvereins mit ihrem Vorsitzenden Stefan Heinisch und dem Präsidenten „KD“ Oppler ausgedacht. Sie hatten zwei original Egerländer Tänze einstudiert und konnten damit beim Fachkundigen Publikum große Anerkennung finden. Mit den Egerländer Liedern „Im Eghaland wenn Kirwa is“ und „Vöiá Stoinle“ (Vier Steine) begeisterten Gerhard Schmid, Bernhard Glaßl und Klaus Guldan.




Danach folgten die Ehrungen der Anwesenden Gründungsmitgliedern durch den Vüarstäiha Bernhard Glaßl. Dies waren (auf dem Foto von links) Christel und Georg Macht, Josefine Kraus und Marie Frank. Nicht anwesend waren Frieda Limley, Lydia Kraus und Marie Schmid. Sie bekommen ihre Urkunden und Blumen nachgereicht.



Das weitere Programm gestalteten dann der Shantychor mit ihren zweiten Auftritt, ebenso die Egerland-Jugend-Hessen mit dem Tanz „Radetzky Marsch“ und den Abschluss bildete der Tanz „Schäin lustegh u kearngout“, den alle Tanzgruppen gemeinsam darboten. Im Anschluss sorgten die „Ohmtal-Muisikanten“ für die musikalische Unterhaltung der vielen Gäste. (Fotos: tr)

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