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HGV zu Besuch in Neheim im Hochsauerland

Hungener Gewerbeverein auf der Suche nach neuen Impulsen

(hgv) Es war im Herbst vergangenen Jahres, als der Zufall zwei Hungener Gewerbetreibende während eines Wochenendseminars in Romrod mit dem Neheimer Stadtmanager Konrad Buchheister zusammenbrachte. Der 'City-Manager' der Stadt Neheim hatte als Referent an der Tagung teilgenommen und die beiden Mitglieder des Hungener Gewerbevereins waren von seinen Ausführungen und Ideen zur Attraktivitätssteigerung einer Innenstadt schlicht begeistert. Mit vielen Anregungen waren Stefan Buck und Dirk Müssig zurückgekommen und beim nächsten Treffen des HGV überlegte man, ob man dem Verein 'Aktives Neheim', dem Herr Buchheister angehört, nicht einmal einen Besuch abstatten sollte. Dieser erklärte sich auf telefonische Anfrage und einer Rücksprache mit dem Vorstand seines Vereins auch gerne bereit, der Besuchergruppe aus Hessen einen ganzen Tag für eine Führung durch die drei größten Stadtteile der Gemeinde Arnsberg und der Vorstellung seines Stadtmanagement-Konzeptes zur Verfügung zu stehen. Ein passender Termin konnte dann auch gefunden werden und so fuhren am Montag, dem 28. Januar 2008 die Vorsitzende des HGV, Gaby Dölling-Reichhardt, die Vorstandsmitglieder Carsten Butteron, Dirk Müssig und Stefan Buck und der Pressewart des Gewerbevereins, Hajo Brodam voller Erwartung zu einem besonderen Treffen in den Hochsauerlandkreis nach Neheim im benachbarten Bundesland Nordrhein-Westfalen.



Dort wurde die Gruppe bereits auf dem Marktplatz in Arnsberg von Herrn Buchheister erwartet. Zunächst erläuterte er eine Besonderheit der Stadt: Arnsberg erstreckt sich auf einer Länge von mehr als 30 Kilometern entlang der Ruhr und besteht aus insgesamt 15 Stadtteilen. Mit 23 Tsd. Einwohnern ist Neheim der größte Stadtteil, Arnsberg selbst hat ca. 19 Tsd. Einwohner und Hüsten etwa 11 Tsd. Etwas mehr als 38 Tsd. Menschen leben in den anderen 12 Stadtteilen Arnsbergs. Jeder der drei größten Stadtteile hat seine besondere Stellung und Aufgabe innerhalb der Stadt. Arnsberg selbst stellt das historische und touristische Zentrum dar, während Hüsten die Sportstadt gibt. Der größte Stadtteil Neheim hingegen fungiert als Einkaufszentrum für die gesamte Region.



Brunnen in der Fußgängerzone in Neheim

Nach zwei kurzen Stippvisiten in Arnsberg und Hüsten präsentierte Herr Buchheister voller Stolz den Besuchern 'seine' Stadt Neheim, zeigte, was in den vergangenen Jahren bereits erreicht worden ist und was sich derzeit in Planung und Umbau befindet. Unzählige Male wurde er während des Rundgangs auf der Straße angesprochen. Die Menschen kennen ihn und wenden sich mit ihren Problemen an den Mann von dem sie wissen, dass der etwas bewegt.



Gesprächsrunde in der Sparkasse

Nach der Tour durch die Neheimer Innenstadt war ein Konferenzsaal im Hause der örtlichen Sparkasse für die Besucher reserviert und neben Herrn Hanno Krick vom Vorstand der Werbegemeinschaft 'Aktives Neheim' nahmen als Vertreter der Wirtschaftsförderung Arnsberg Bernd Lepski und der Leiter des 'Kundencenter Wirtschaft' der Stadt Arnsberg, Jochen Haite, teil. Und auch die regionale Presse zeigte großes Interesse an diesem Termin.

Jede Stadt braucht einen 'Kümmerer'
Wie Herr Krick während des Gesprächs ausführte, war es für die Stadt Neheim ein großer Gewinn, mit Herrn Buchheister jemanden gefunden zu haben, der bei den Bürgern der Stadt präsent ist, der sich um die Belange der Menschen, des Handels und Gewerbes aber auch des öffentlichen Lebens kümmert, der Kontakte pflegt und mit den Betroffenen redet. Jede Stadt brauche im Grunde einen solchen 'Kümmerer'. Dies verkürze die Wege zwischen Bürgern, Gewerbetreibenden und der Stadtverwaltung zum Vorteil für alle Beteiligten. Konzepte müssen erarbeitet, Einzelgespräche vorbereitet und geführt und offene Diskussionen angestrebt werden, um so gemeinsame Ebenen zu schaffen - all dies zähle zu den zentralen Aufgaben eines Stadt-Managers. Wie der Leiter des 'Kundencenter Wirtschaft' der Stadt Arnsberg, Jochen Haite, ergänzte, werde damit auch bei der Stadtverwaltung vieles einfacher.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde in der Sparkasse führte Herr Buchheister die Besuchergruppe über den Marktplatz zu seinem Citybüro. Ein Stadtmanager muss rührig sein, Ideen haben, unternehmerisch denken - und er muss präsent für die Bürger der Stadt sein. An zentraler Stelle in einem historischen Gebäude untergebracht ist sein Büro Anlaufstelle und Informationszentrum, Ideenschmiede und Ort der Organisation öffentlicher Aktivitäten. So präsentiert sich der Verein 'Aktives Neheim' mit seinem City-Manager neben seinem 'Kerngeschäft', der Förderung des Wirtschaftsstandortes Neheim, auch als Dienstleister, etwa für die Organisation von Veranstaltungen der Stadt oder von Vereinen. Selbständiges Handeln und unternehmerisches Denken kennzeichnen seine Tätigkeit.

Von der Vielfalt an Ideen und Aktionen beeindruckt, trat die Delegation aus Hungen ihren Heimweg an. Einig war man sich darüber, dass man die vielen positiven Anregungen und Eindrücke erst einmal verarbeiten müsse. Auch wenn man sich bewusst war, dass das Neheimer Konzept nicht eins zu eins auf eine deutlich kleinere Stadt wie Hungen übertragen werden kann, bleiben dennoch eine Menge Anregungen, die sich im etwas kleineren Rahmen auch bei uns umsetzen ließen.

Inzwischen hat der HGV Kontakt zu Vertretern der Stadt und der Parteien in Hungen sowie zu dem für die Stadtsanierung zuständigen Planungsbüro aufgenommen. Ein erstes Gespräch mit den betreffenden Personen ist geplant, um die Möglichkeiten für eine fruchtbare Zusammenarbeit von Gewerbe, der Stadt und ihren Bürgern auszuloten.

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