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Global Marshall Plan

Was ist der Global Marshall Plan?
Der Global Marshall Plan hat als Ziel eine "Welt in Balance". Dies erfordert eine bessere Gestaltung der Globalisierung und der weltökonomischen Prozesse: eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft. Es geht um einen besseren weltweiten Ordnungsrahmen, eine nachhaltige Entwicklung, die Überwindung der Armut, den Schutz der Umwelt, Gerechtigkeit und in der Folge ein neues Weltwirtschaftswunder.




Der Global Marshall Plan umfasst insbesondere die folgenden fünf Kernziele

Durchsetzung der weltweit vereinbarten Millenniumsziele der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015

Aufbringung der zur Erreichung der Millenniumsziele zusätzlich erforderlichen 100 Mrd. US$ jährlich zur Förderung weltweiter Entwicklung

Faire und wettbewerbsneutrale Aufbringung der benötigten Mittel auch über Belastung globaler Transaktionen

Schrittweise Realisierung einer weltweiten Ökosozialen Marktwirtschaft durch Etablierung eines besseren Ordnungsrahmens der Weltökonomie z. B. über eine Verknüpfung etablierter Regelwerke und vereinbarter Standards für Wirtschaft, Umwelt und Soziales (WTO, UNEP und ILO-Kernstandards)

Neuartige Formen basisorientierter Mittelverwendung bei gleichzeitiger Bekämpfung von Korruption



Warum brauchen wir einen Global Marshall Plan?
Weil die weltweiten Verhältnisse ein Skandal sind und die heutigen Globalisierungsbedingungen das Gegenteil von dem bewirken, was ständig mit blumigen Worten gefordert wird. Armutssituation, Nord-Süd-Verteilungsfragen, Migration, Terror, Kriege, kulturelle Konflikte und Umweltkatastrophen sind Probleme, die unter den Bedingungen einer weitgehend ungeregelten Globalisierung weder national noch international gelöst werden können. Wir brauchen stattdessen ein verbessertes und verbindliches globales Rahmenwerk für die Weltwirtschaft, das die ökonomischen Prozesse mit Umwelt, Gesellschaft und Kultur in Einklang bringt.

Millenniumsentwicklungsziele und weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft
Der Global Marshall Plan betrachtet die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000, die von 191 Staaten unterzeichnet wurden, als einen wichtigen ersten Schritt. Bis zum Jahr 2015 sollen also die folgenden Ziele erreicht werden:

Die Millenniumsentwicklungsziele
1. Extreme Armut und Hunger beseitigen
2. Grundschulbildung für alle Kinder gewährleisten
3. Gleichstellung der Frauen fördern
4. Kindersterblichkeit senken
5. Gesundheit der Mütter verbessern
6. HIV/Aids, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen
7. Ökologische Nachhaltigkeit gewährleisten
8. Eine globale Partnerschaft für Entwicklung

Zur Schaffung einer Welt in Balance wird eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft mit weltweit verbindlichen sozialen, ökologischen und kulturellen Standards angestrebt. Der Global Marshall Plan kombiniert eine funktionsfähige und kohärente Global Governance Struktur, geeignete Reformen und eine intelligente Kopplung von UN-,WTO-, IWF-,Weltbank- sowie ILO- und UNEP-Regelwerken mit der Aufbringung von zusätzlich 100 Mrd. US$ pro Jahr für die Co-Finanzierung von Entwicklung.Als konzeptionelles Modell für die Verknüpfung von Co-Finanzierung mit der Einhaltung von ökosozialen Standards dienen die EU-Erweiterungsprozesse, die aber eine bessere finanzielle Ausstattung erfordern, als dies in der aktuellen Erweiterungsrunde der Fall ist.

Finanzierung
Neben der Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen im Agrarsektor, der Etablierung einer besseren Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd in diesem Bereich sowie vernünftigen Methoden der Entschuldung finanziell armer und ärmster Länder setzt der Global Marshall Plan auf neue Finanzierungsquellen, die sich aus globalen Wertschöpfungsprozessen speisen und somit weder die nationalen Haushalte belasten noch Wettbewerbsverzerrungen verursachen. Mögliche Finanzierungsmechanismen sind eine Terra-Abgabe auf den Welthandel, eine Abgabe auf Welt-Finanztransaktionen, der Handel mit pro-Kopf gleichen CO2-Emissionsrechten, eine Kerosinsteuer oder Sonderziehungsrechte beim Internationalen Währungsfonds.

Mittelverwendung
Ein effektiver Mitteleinsatz für selbstbestimmte Entwicklungswege ist der vielleicht schwierigste Aspekt eines Global Marshall Plans. Konkrete Beispiele sind Mikrofinanzierung, erneuerbare Energien oder die Zusammenarbeit mit einheimischen Entwicklungshelfern.



Global Marshall Plan Initiative

Netzwerk für eine Welt in Balance
Die Global Marshall Plan Initiative versteht sich als integrative Plattform für eine Welt in Balance. Sie versammelt in einer breiten Allianz positiv ausgerichtete Kräfte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft hinter Kernforderungen zu einer gerechteren Globalisierung. Durch die Vernetzung einer Vielfalt von Trägerorganisationen und Einzelpersonen erhöht sich die politische Schlagkraft der Initiative und es kann auf vielfältiges Expertenwissen aufgebaut werden. Die Unterstützer bringen in die Initiative ihre speziellen Fähigkeiten und unterschiedlichen Netzwerke ein. Machen auch Sie mit, sprechen Sie uns an, oder besuchen Sie unsere Website!

Bewusstseinsbildung und Lobbyarbeit
Die Global Marshall Plan Initiative setzt auf die gleichzeitige Verfolgung von ‚bottom-up’ und ‚top-down’Ansätzen, also Bewusstseinsbildung und Lobbyarbeit. Durch Vorträge, Informationsveranstaltungen und Publikationen werden viele Menschen und Gruppen über die Ziele der Global Marshall Plan Initiative informiert, so dass politischer Wandlungswille in der Mitte der Gesellschaft entsteht. Gleichzeitig werden Entscheidungsträger auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene in direkter Ansprache für die Unterstützung gewonnen.

Unterstützer
AIESEC, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft, Biopolitics International Organisation, Club of Budapest, Club of Rome, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, Evangelische Akademie Tutzing, Friends of the Earth Luxemburg, Gemeinsam für Afrika, Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie, Junior Chamber International, ödp, Ökosoziales Forum Europa, Sparda-Bank München eG, Umweltdachverband, VENRO, Westdeutscher Handwerkskammertag, u.v.m.

Martin Almada, Fundacion Celestina Perez de Almada – Franz Alt, Journalist – Dieter Althaus, Ministerpräsident Thüringen – Agni Vlavianos-Arvanitis, B.I.O. – Kurt Beck, Ministerpräsident Rheinland-Pfalz – Maritta von Bieberstein Koch-Weser, GEXSI – HRH Prinz El Hassan bin Talal von Jordanien, Club of Rome – Carl-Eduard von Bismarck, MdB – Renate Bloem, CONGO – Karlheinz Böhm, Menschen für Menschen – Frank Bsirske, ver.di – Eugen Drewermann, Theologe – Hans Peter Dürr, Global Challenge Network – Peter Eigen, Transparency International – Benita Ferrero-Waldner, EU-Außenkommissarin – Franz Fischler, EU-Kommissar a.D. – Heiner Flassbeck, UNCTAD – Lorenz Fritz, Vereinigung der Österreichischen Industrie – Johan Galtung, Transcend Peace University – Dietrich Garlichs, UNICEF – Maximilian Gege, B.A.U.M. – Heiner Geissler, Bundesminister a.D. – Hans-Dietrich Genscher, Bundesminister a.D. – Susan George, ATTAC France – Jane Goodall, Primatenforscherin – Volker Hauff, Nachhaltigkeitsrat – Hazel Henderson, Wirtschaftswissenschaftlerin USA – Peter Hesse, Peter-Hesse-Stiftung – Vittorio Hösle, Philosoph – Waltraud Klasnic, Landeshauptmann Steiermark – Rolf Kreibich, IZT Berlin – Jo Leinen, MdEP – Sandra Maischberger, Journalistin – Klaudia Martini, Staatsministerin a.D. – Dennis Meadows, Club of Rome – Reinhold Messner, Umweltaktivist – Uwe Möller, Club of Rome – Robert Muller, UN-Friedensuniversität – Ute-Henriette Ohoven, UNESCO-Botschafterin – Rajendra Pachauri, IPCC – Franz Josef Radermacher, FAW/n – Josef Riegler, Vizekanzler a.D. Österreich – Jane Roberts, 34 million friends of UNFPA – Mary Robinson, UN Hochkommissarin für Menschenrechte a.D. – Hermann Scheer, Eurosolar – Vandana Shiva, RFSTE – Peter Spiegel, Terra Network – Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D. – Jakob von Uexküll, Eeltzukunftsrat – Ernst Ulrich von Weizsäcker, MdB – Hubert Weiger, BUND – Michael Zammit Cutajar, UNFCCC – Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter, u.v.m.

Hier gibt es weitere Informationen zum Thema:

weltvertrag.org
Franz Josef Radermacher - Wikipedia
Global Marshall Plan - Wikipedia
globalmarshallplan.org

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