Empfang der Vertreter der Uli Seibert Schule bei der Stadt Hungen
Groß war bei den Gästen aus Mosambik zunächst das Erstaunen und dann die Freude darüber, dass gerade der Vater der Namensgeberin Ihrer Schule, Hungens Erster Stadtrat Herr Walter Seibert, sie in Vertretung des Hungener Bürgermeisters empfing.
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Neben dem Ersten Stadtrat begrüßten der Vorsitzende des Vereins "Schulpartnerschaft mit Mosambik e.V.", Herr Walter Exler und der Schulleiter der Gesamtschule Hungen, Herr Ingolf Höfer die Abgeordneten der Schule aus Gondola.
Diese waren bereits am vergangenen Mittwoch in Deutschland angekommen. Die ersten Tage verbrachten sie bei einem Seminar in Bielefeld.
![]() Felizardo Bequimane & Manuel Antonio Saimone |
Für diejenigen, die nach Beendigung der 7. Klasse auf die weiterführende Schule bis zur Klasse 10 im nahe gelegenen Gondola gehen, sieht die Situation noch schlimmer aus. Dort liegen die Klassengrößen bei etwa 70 Schülern und der Unterricht erfolgt in drei Schichten bis in den Abend hinein und wird mangels vorhandener Räumlichkeiten auch in Zelten oder unter freiem Himmel abgehalten.
![]() Felizardo Bequimane |
![]() Manuel Antonio Saimone |
Zu den Studienmöglichkeiten für hochbegabte Schüler befragt antwortete Herr Bequimane, es gäbe wohl einige wenige Universitäten in Mosambik, etwa in der Hauptstadt Maputo an der Grenze zu Südafrika, doch seien diese für die allermeisten Schüler aus finanziellen Gründen unerreichbar. Vor dem Jahr 1990 hatten begabte Schüler durch Förderprojekte der damaligen DDR oft noch die Gelegenheit ein Studium in Deutschland zu absolvieren. Dies sei heute leider nur noch in wenigen Fällen und meist auch nur Kindern wohlhabender Familien möglich.
Die täglichen Probleme mit denen Lehrer und Schüler in Mosambik zu kämpfen haben, sind für uns nahezu unvorstellbar. Dass es etwa keinen eigenen Raum für die Lehrer gibt, in dem sie Ihre Unterrichtsstunden vorbereiten können, gehört da noch zu den kleineren Unzulänglichkeiten. Es fehlt auch die Möglichkeit Schüler und Lehrer während des Tages zu versorgen. Vor allem aber gibt es an der Schule derzeit weder Strom noch Wasser. So gehört auch der Bau eines Brunnens und die Einrichtung einer Kantine zu den Projekten, die durch den Hungener Verein gefördert werden sollen.
Lesen Sie hierzu auch den aktuellen Artikel im "Gießener Anzeiger" vom 12. April 2005
Verein Schulpartnerschaft mit Mosambik e.V.
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