Kinder der Willi-Ziegler-Schule besuchten das Senckenberg-Museum
Am 21. Januar dieses Jahres wurde die Grundschule in Villingen in „Willi-Ziegler-Schule“ umbenannt. Prof. Dr. Willi Ziegler, ein bedeutender Geologe/Paläontologe, wurde in Villingen geboren und nach seinem Tod auch hier beerdigt.
Prof. Dr. Ziegler war u. a. auch Direktor des Senckenberg-Museum in Frankfurt. Sein Nachfolger im Amt, der heutige Direktor Prof. Dr. Dr. h.c. Moosbrugger, der bei dem Festakt im Januar im Dorfgemeinschaftsraum von Villingen die Festansprache hielt, hatte damals die Kinder und Lehrkräfte sowie die Mitglieder des Heimatkundlichen Arbeitskreises Villingen zum kostenlosen Besuch des Museums eingeladen, damit diese sich ein Bild von der Wirkungsstätte des Namensgebers ihrer Schule machen können.
Darüber hinaus gilt diese Einladung auch für die kommenden Schülergenerationen an der Villingener Grundschule. Am Donnerstag, dem 10. Mai, nahmen 47 Schülerinnen und Schüler als die „erste Generation“ der „Willi-Ziegler-Schule“ die Einladung nach Frankfurt an. Um 7.45 Uhr fuhr man in Villingen mit dem Bus los und erreichte das Frankfurter Senckenberg Museum gegen 9.00 Uhr, wo man schon erwartet wurde.
Begleitet wurden die Kinder von den Lehrkräften, den Mitgliedern des HAKs sowie der Witwe und der Tochter von Prof. Dr. Willi Ziegler. Den jungen Museumsbesuchern wurde eine Führung in kleinen Gruppen durch die Museumsräume geboten. Die dabei gewonnenen Eindrücke waren für die meisten von ihnen geradezu überwältigend. Fanden die einen den Lichthof mit den Sauriern am interessantesten, favorisierten andere die ägyptische Abteilung mit den Mumien. Wieder andere Kinder konnten sich nicht satt sehen an der Anaconda, die gerade ein Wasserschwein verschluckt. Die Evolution der Menschheit zog genauso an wie der Insekten- oder der Säugetiersaal.
Nach der Führung hatte man noch ausreichend Zeit die gewonnenen Eindrücke zu vertiefen oder auf sich wirken zu lassen. Die jetzigen ersten Besucher der Villingener Schule werden gewiss diese Eindrücke mit nach Hause nehmen und auch an die jüngeren Kinder berichten, die heute noch nicht mitfahren konnten. Diese können sich dann schon darauf freuen, wenn sie an die Reihe sind und nach Frankfurt fahren dürfen. So meinte denn auch eine Lehrerin zu den Kindern, eure heutigen Hausaufgaben sind: „Berichtet zu Hause von dem Besuch“. Ob diese Aufforderung notwendig war, darf bezweifelt werden. Ganz sicher sind das aber mit die schönsten Hausaufgaben die die Kinder je aufbekommen haben. Aber auch die erwachsenen Begleiter, die teilweise das Museum vorher schon mehrfach besucht hatten, waren wieder begeistert von der dortigen Präsentation. Ein kleiner Junge brachte es denn auf den Punkt, als er sagte: „...das ist mal gut, dass unsere Schule nun die Willi-Ziegler-Schule ist, sonst währen wir hier womöglich nicht hingekommen.“ Auch der Museumsshop zog die jungen Besucher zum Schluss noch einmal magisch an, gab es doch hier die schönsten Dino-Nachbildungen und vieles mehr, bevor man gegen 12.00 Uhr die Heimreise nach Villingen angtrat.
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