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Die Hungener Umgehungsstraße ist eröffnet!

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Achim Großmann, hat heute gemeinsam mit dem hessischen Verkehrsminister, Dr. Alois Rhiel, die Ortsumgehung Hungen ihrer Bestimmung übergeben.

Schon viele, viele Jahre lang stand dieser Wunsch ganz oben auf der Liste. Heute - drei Tage vor Weihnachten - ist er nun endlich in Erfüllung gegangen.

Die Freigabe der Ortsumgehung Hungen für den Verkehr erfolgte nach nur 17 Monaten Bauzeit. Mit der 3,9 Kilometer langen und rund 13 Millionen Euro teuren Umfahrung ist die Strecke von Nidda bis Gießen ohne Ortsdurchfahrten befahrbar.



„Der Bau von Ortsumgehungen - wie hier und in der Wetterau und dem Landkreis Gießen - wird auch in Zukunft ein wichtiger verkehrspolitischer Schwerpunkt der Bundesregierung bleiben“, so der Staatssekretär.

„Mobilität und eine leistungsfähige Infrastruktur sind Voraussetzung für Wachstum und Beschäftigung. Zur Stärkung unserer Städte und Regionen brauchen wir deren exzellente Anbindung, aber auch die Entlastung gerade der Zentren von Emissionen und Lärm."

„Mit dem Bau der Umfahrung Hungen ist der letzte Verkehrsengpass im Zuge der Bundesstraße 457 im Raum Gießen beseitigt und diese nun zwischen Gießen und der Kreuzung mit der B 455 bei Nidda/Harb als ortsdurchfahrtenfreier, leistungsgerechter und verkehrssicherer Straßenzug auf rund 30 Kilometer Länge vollendet“, so Großmann.

Nach Minister und Staatssekretär in ihren Dienstfahrzeugen waren es die Sportlerinnen und Sportler des RVG Hungen, die die neue Umgehungsstraße als erste befahren durften.



Im Anschluss an den offiziellen Teil folgten die zahlreichen Gäste der Einladung in die Hungener Stadthalle zu einer kleinen Feier mit Buffet und einem Umtrunk. Für die musikalische Begleitung sorgte an diesem Vormittag die Schulband der Gesamtschule Hungen.

Wird die Umgehungsstraße halten, was wir alle uns von ihr versprochen haben? Wurde bei der Planung und Umsetzung des Konzepts wirklich alles richtig bedacht? Vielen wäre etwa ein zweiter Kreisverkehr beim Anschluss Hungen Ost als die bessere Lösung erschienen gegenüber der nun vorhandene Ampelregelung. Auch die Frage der Mautumgehung durch den Schwerlastverkehr von und zur A 5 bei Grünberg steht sicher noch im Raum und man wird sich über entsprechende Verkehrsverbote Gedanken machen müssen, um auch den Anliegern der Niddaer Straße gerecht zu werden. Die nämlich werden zukünftig den Durchgangsverkehr von und nach Villingen bzw. Nonnenroth zu schultern haben, der bislang durch die Hungener Innenstadt erfolgte. Die Bewährungsprobe für die Umgehungsstraße steht also noch aus und die Zukunft wird zeigen, ob die Praxis der Theorie standhält.

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