Am kommenden Sonntag ist Kommunalwahl in Hungen!
Im Jahr 2001 gab es in Hessen erstmals eine Kommunalwahl, bei der neben der Wahl von Parteien die Kandidatinnen und Kandidaten auch direkt über eine Liste namentlich gewählt werden konnten. Der Hintergrund dieser Neuerung war, dass auf kommunaler Ebene nicht die Wahl von Parteien im Vordergrund steht, sondern die von Personen.
Aus diesem Grund haben wir Ende Februar die Hungener Parteien angeschrieben und ihnen das Angebot unterbreitet, den Wählerinnen und Wählern ihre Kandidaten in Text und Bild in unserem Internetmagazin vorzustellen. Leider blieb eine Reaktion - mit Außnahme seitens der Hungener CDU - aus. Fündig wurden wir aber dann doch noch bei den Hungener Grünen. Auch sie haben ihren Internetauftritt überarbeitet und stellen ihre Wahl-Mannschaft der interessierten Öffentlichkeit vor.Der CDU Ortsverband Hungen
In vorbildlicher Weise sind die Seiten des Ortsverbandes der Hungener CDU gestaltet. Übersichlich und informativ kommen sie daher und präsentieren ausführlich die Kandidaten der CDU zur bevorstehenden Kommunalwahl der Öffentlichkeit. Hier hat man die Möglichkeit, sich wirklich einen Eindruck von den Personen zu machen, die sich am 26. März zur Wahl stellen. Eine Menge an Hintergrundinformationen zum Wahlprogramm runden das positive Bild des Internetauftritts ab.
Sehr informativ und sehens- bzw. lesenswert auf diesen Seiten ist u.a. die Vorstellung der Hungener Ortsteile. Derzeit finden Sie hier eine ausführliche Beschreibung zu Inheiden, Trais-Horloff und Villingen.
Die Hungener Grünen
Nicht ganz so aufwändig, aber dennoch aufgeräumt und informativ erscheint der neue Internetauftritt der Hungener Grünen. Auch hier finden Sie eine Liste der Kandidatinnen und Kandidaten mit einigen Fotos sowie ausführliches Informationsmaterial zu den Vorstellungen und Zielen der Partei in unserer Gemeinde.
Informationen zu SPD und Freien Wählern - Fehlanzeige!
Hingegen ist bei der SPD und den Freien Wählern wenig an Information zur anstehenden Wahl im Internet zu finden. Man beschränkt sich auf das gedruckte Werbematerial, das in den vergangenen Tagen an die Haushalte in Hungen und in den Ortsteilen verteilt wurde. Also: mal wieder in den Post-Briefkasten schauen!!
Kurzfristig haben uns dann doch noch Informationen der FWG Trais-Horloff erreicht
Deren Beitrag und die Vorstellung der Trais-Horloffer Kandidaten finden Sie hier
Was wollen die Parteien?
Es lohnt sich, die Programme der vier in unserer Gemeinde zur Wahl stehenden Gruppierungen einmal etwas genauer zu betrachten. Etwa bei dem für unsere Stadt so wichtigen Thema zur Verkehrsführung in der Hungener Innenstadt nach Fertigstellung der Umgehungsstraße.
Bekennen sich die Grünen klar zur Einbahnstraßenregelung in der Ober- und Untertorstraße, halten die Vertreter der FWG eine solche Variante nicht mehr für machbar, weil nicht finanzierbar, denn Zuschüsse zum dafür notwendigen Ausbau der Lindenalle wird es von Seiten des Straßenbauamtes Schotten nicht geben.
Gerade für die Hungener Gewerbetreibenden in der Innenstadt brächte aber die "Gegenverkehrregelung" keine wirkliche Verbesserung mit sich. Die Einbahnstraße hingegen würde deutlich mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer bieten, aber auch die Möglichkeit der Einrichtung von Parkbuchten für Kurzparker vor den Geschäften. Natürlich würde sich damit auch die Anzahl der Fahrzeuge nochmals deutlich reduzieren und die Lebensqualität in Hungen verbessern lassen.
In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage: Wo sind die Ergebnisse der vielen Umfragen zu diesem Thema? "Bürgerbeteiligung" war das Stichwort, mit dem für das Ausfüllen der Fragebögen geworben wurde. Wo sind die Ergebnisse veröffentlicht? Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Umfrageergebnisse nicht so ganz zu den Vorstellungen der Autoren gepasst haben. (Wenn ich damit falsch liege, bitte ich, den Eindruck zu korrigieren!)
Ja, darf denn hier jeder wählen gehen?
Alle erwachsenen Bürger unseres Landes haben das Recht, zu wählen. Aber können die das auch? Eine in jüngster Zeit viel diskutierte Vorlage unseres hessischen Innenministers Volker Bouffier zur Einbürgerung könnte doch auch als Grundlage für eine "Wahlfähigkeitsprüfung" dienen. Darf denn immer noch jede(r) bei uns sein(e) Kreuzchen auf dem Wahlzettel machen, auch wenn ihr oder ihm die nötigen Kenntnisse in Sachen Staat und Gesellschaft offensichtlich fehlen?
Damit Sie auch zukünftig gut vorbereitet zur Wahlurne gehen können, haben wir Ihnen die 100 Fragen der Hessischen Landesregierung zusammengestellt, die in Zukunft darüber entscheiden sollen, ob ein Bewerber die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt. Üben Sie ruhig schon mal ein wenig - vielleicht entscheidet dies bald darüber, ob Sie bei den nächsten Wahlen Ihre Stimme abgeben dürfen.
Eine Frage möchten wir aber dem Katalog dann doch noch anfügen. Sie scheint uns wichtig zu sein, will man in Zukunft noch beurteilen können, wo denn nun eigentlich oben und unten ist: "Warum fressen Eisbären keine Pinguine?"
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