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Der erste Spatenstich für den Bau der Umgehungsstraße



Am Mittwoch, dem 27. Juli war es endlich soweit: Viel Prominenz und eine große Zahl interessierter Hungener Bürger hatte sich am Nachmittag zum offiziellen ersten Spatenstich für den Bau der Umgehungsstraße oberhalb der 'Moha' eingefunden. Guntram Gumbrecht, Abteilungsdirektor beim Hessischen Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen, Angelika Mertens, Parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, der hessische Verkehrsminister Dr. Alois Rhiel, Regierungspräsident Wilfried Schmied und natürlich der Hungener Bürgermeister Klaus Peter Weber - sie alle hatten ihren Spaten mitgebracht, um mit gutem Beispiel voranzugehen, damit der Bau der Ortsumgehung innerhalb des gesteckten zeitlichen Rahmens bis zum Ende des Jahres 2006 fertiggestellt werden kann.

Da es an diesem Tag aber ziemlich heiß war, mussten sich die Akteure auch bald schon bei einem Imbiss und einem kleinen Umtrunk stärken. Wichtig war, der Anfang war gemacht!

Einen Beitrag zum Festakt auf der Hungener Landwehr finden Sie hier in der Online-Ausgabe des Gießener Anzeigers: "Bypass für das Herz Hungens"

Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall
Doch nicht jeder ist glücklich damit, dass nun endlich nach so langer Zeit die Innenstadt der Gemeinde vom Durchgangsverkehr entlastet wird. So mancher Gewerbetreibende sorgt sich auch um die zukünftigen Umsatzzahlen seines Geschäftes, wenn seine Auslagen dann von deutlich weniger Menschen quasi 'im Vorbeifahren' gesehen und beachtet werden. Herr Bender, ein Reporter des Gießener Anzeigers, hat sich in Hungen umgesehen und auch mit einigen Geschäftsleuten gesprochen: "Freude, aber auch Skepsis in Hungen"

Ein Römischer Wachturm mitten auf der Umgehungsstraße?


Grundmauer eines Römischen Wachturms
In diesen Tagen waren jedoch nicht nur Vertreter staatlicher Ämter mit dem Spaten unterwegs. In Höhe des Feldheimer Waldes, wo man bereits vor einigen Wochen eine Trasse geschoben hatte, ist genau das eingetreten, was hungen.info vor nicht allzu langer Zeit als Aprilscherz veröffentlicht hatte: der Fund von Resten des römischen Limes mitten auf der Stecke der zukünftigen Ortsumgehung. Und so rückten denn die Archäologen an, um mit einer systematischen Freilegung der verborgenen Spuren römischer Herrschaft, ihrer Kartierung und wissenschaftlichen Auswertung den Baumaschinen zuvor zu kommen. Da mag es dem einen oder anderen bei Bekanntwerden der Nachricht im ersten Moment einen kleinen Schrecken eingejagt haben, am zeitlichen Plan der Baumaßnahmen sollte sich hierdurch aber (hoffentlich!) nichts ändern.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Limes:
Der Obergermanisch-raetische Limes, der seinen Verlauf auch durch Hungen nimmt, wurde gerade in die UNESCO-Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.

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