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Hungener Weihnachtsmarkt 2005

Zwei Tage sonnig kaltes Winterwetter kamen wie bestellt am Wochenende und sorgten für den Umsatz (nicht nur) an den Glühweinständen.

Im kleineren Rahmen aber dafür um so bunter und gemütlicher fand der diesjährige Weihnachtsmarkt in Hungen statt. Nicht mehr wie in vergangenen Jahren entlang der Ober- und Untertorstraße, sondern in der Gegend rund um den "Zwenger" waren die Weihnachtsbuden aufgestellt.





Nachdem der Markt am Sonntagabend zu Ende gegangen war, waren sich alle Veranstalter - der Hungener Gewerbeverein, das Kulturamt der Stadt und anke-erbeck-events - sicher, dass sie die richtige Entscheidung mit ihrer Wahl des Veranstaltungsortes getroffen hatten.




Auch die Auswahl der Stände war bewusst auf ein weihnachtliches Sortiment und Angebot ausgerichtet worden. Keine üblichen Haushaltswaren und Gebrauchsgegenstände sollten es diesmal sein, wenn auch einige Marktbesucher das Fehlen eines Sockenstandes bemängelten ("Socken schenkt man doch immer gerne zu Weihnachten"). Vielleicht im nächsten Jahr wieder! Andererseits ist es ja auch nicht ganz einfach, attraktive Weihnachtsstände zu gewinnen. In fast jeder Stadt finden derzeit Weihnachtsmärkte statt und natürlich schaut ein Händler erst einmal nach der Attraktivität eines Marktes, bevor er für ein Wochenende zusagt. Da hängt halt mal wieder das Eine mit dem Anderen zusammen ...



Die Ausrichtung rund um die Markthalle und vor dem Kulturzentrum stellt den Anfang einer geplanten Entwicklung dar, in deren Folge der Weihnachtsmarkt nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße hin zum alten Marktplatz ausgedehnt werden soll. Ein einsamer Stand mit Bratwurst und heißen Getränken, den der Wirt vom "ARTE" aufgebaut hatte, nahm hier schon mal die Vorreiterrolle ein. Um so mehr freute sich Mirko Seipp, dass doch viele dem alten Marktplatz die Treue hielten und ihren Glühwein in Gesellschaft von Karl, dem Zigarre rauchenden Brunnenwächter, tranken.

In ein paar Jahren vielleicht könnte dann sogar das Gelände im und um das Hungener Schloss mit einbezogen werden. Historisch gestaltete Stände und Marktbuden würden hier einen würdigen Rahmen finden. Aber das ist natürlich Zukunftsmusik ...




Freuen wir uns zunächst einmal darüber, dass der in diesem Jahr durchgeführte Weihnachtsmarkt von (fast) allen Seiten auf so breite Zustimmung gestoßen ist. Sicher gab es auch Punkte der Kritik. Man solle doch die Stände mit weihnachtlich-handwerklichen Angeboten mehr ins Zentrum rücken, wie dies auch auf anderen Märkten der Fall sei, war der Wunsch einer Händlerin aus Gießen. Aber natürlich wollen auch die Anbieter von Grillwurst und Glühwein möglichst nah am Geschehen rund um die Markthalle sein. Es ist eben schwer möglich, den Interessen aller gerecht zu werden.

Uneingeschränkte Zustimmung hingegen in der Berichterstattung des Gießener Anzeigers: "Weniger war mehr beim Weihnachtsmarkt"

Die Marktbesucher nutzten nach ihrem Rundgang über den Markt auch die Gelegenheit für einen Bummel entlang der Ober- und Untertorstraße, denn viele der Geschäfte hatten an diesem Tag länger als gewöhnlich geöffnet. Um wie viel attraktiver wird das erst sein, wenn wir dann unsere neu gestaltete Innenstadt nach dem Bau der Umgehungsstraße haben!

Hier geht es weiter zum zweiten Teil unseres Berichts über den Hungener Weihnachtsmarkt 2005

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