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Vorsicht beim Überqueren der Bahngeleise!

Defekte Lichtzeichenanlage am Bahnübergang in Hungen stellt mehr als nur ein Ärgernis dar.



Das war - Petrus sei Dank - ein richtig tolles Brunnenfest!
Mit so vielen Besuchern auf meinem Marktplatz hatte ich nach dem "bescheidenen" Wetter der vergangenen Tage längst nicht mehr gerechnet. Das hat mich natürlich riesig gefreut und viele Leute haben mir interessante Neuigkeiten aus der Gemeinde erzählt. Die Umgehungsstraße ist "in Arbeit", die Europawoche war verregnet aber trotzdem mit ihren Veranstaltungen (zumindest den überdachten) ein großer Erfolg und der Auftritt der Starband "Get Wet" zum Abschluss des Brunnenfestes lockte trotz ihres wenig verheißungsvollen Namens Jung und Alt auf den Marktplatz, wo ausgelassen gefeiert und getanzt wurde. Und schließlich regnete es auch nicht mehr und Veranstalter und Festbesucher waren rundum zufrieden.

Eine Sache war aber dabei - und die wurde mir von verschiedenen Seiten zugetragen - die bei mir nur noch Kopfschütteln ausgelöst hat (wer mich kennt weiß, wie das ausgesehen haben mag). Kann es sein, dass man so gleichgültig gegenüber einer offensichtlichen Gefahr ist und glaubt, ein technisches Problem werde sich schon irgenwie von selbst lösen?

Nachdem in den vergangenen Wochen immer wieder die Bahnschranken ihren Dienst versagt haben und Züge bei offener Schranke über die "Hauptverkehrsader" Hungens fuhren, ist es nun an gleicher Stelle die Ampelanlage, die dafür sorgt, dass sich der Verkehr mitunter bis zum REWE-Markt Nies zurückstaut. Rot ist schließlich rot und mancher verharrte schon mit seinem Fahrzeug bis zu einer halben Stunde lang vor dem Bahnübergang - ohne dass sich an der angezeigten Farbe etwas änderte. Erst das Hupen genervter Autofahrer konnte die ersten in der Schlange dazu bewegen, Kreuzung und Bahnübergang vorsichtig zu überqueren.

Mehrfach waren es in letzter Zeit die Bahnschranken, die bei den zufällig Anwesenden Befürchtungen auslösten, dass, wenn nicht bald etwas geschieht, es hier noch mal zu einem schweren Unfall kommen könnte. Wurden die Schranken einfach nur "vergessen" oder liegt die Ursache in einem technischen Defekt? Wie hängt das Ganze jetzt mit den "Ampelproblemen" zusammen? Ratlosigkeit bei den besorgten Bürgern.

Unterschiedliche Zuständigkeiten in diesem Verkehrsbereich machen die Sache sicher nicht einfacher. Da ist zum einen die Bahn, die für die Technik der Schranken- und Ampelanlagen an der Bahntrasse verantwortlich ist, zum anderen ist es die Fußgängerampel vor dem Schreibwarengeschäft Schneider, die wohl nicht mehr in ihren Zuständigkeitsbereich fällt, dennoch aber mit der Lichtzeichenanlage der Bahn gekoppelt ist. Aber die Sache verhält sich noch komplizierter: Die Bahn AG befährt nur die Strecke, diese jedoch befindet sich im Besitz einer ausgegliederten Tochter, die als Betreiber fungiert ...

Denen, die letzlich den Bahnübergang überqueren müssen oder als Fußgänger auf die andere Straßenseite wechseln möchten, kann egal sein, wer nun die Verantwortung für die Fehlfunktionen zu tragen hat. Jeder weiß auch wie schwierig es ist, Probleme, für die unterschiedliche Zuständigkeiten gegeben sind, schnell zu lösen. Dass hierdurch die Verkehrsteilnehmer einer permanenten Gefahr ausgesetzt sind, ist hingegen schlicht nicht hinzunehmen. Muss wirklich erst ein Unglück geschehen, bevor die Verantwortlichen wach werden und den Missstand beheben? Man kennt es ja: wenn das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist, können solche Dinge plötzlich schnell und unbürokratisch behoben werden. Wollen wir wirklich so lange warten?

Euer Karl

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