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„Die Menschen haben nicht viel dazu gelernt“

Der Heimatkundliche Arbeitskreis Hungen-Villingen hat in diesen Tagen sein neues reguläres Heft der Reihe „Villingener Hefte“ vorgelegt, darin finden sich wieder viele Beiträge über die im Gemeindearchiv von Hungen-Villingen vorhandenen Akten.

Das Gemeindearchiv von Villingen ist außergewöhnlich umfangreich, so stammen die ältesten Unterlagen bereits aus dem 12. Jh. es sind Pergamentfragmente überwiegend kirchlicher Werke. Da Villingen der Sitz des Gerichtes für Nonnenroth, Röthges, Nieder-Bessingen und Villingen war sind auch die alten Gerichtsbücher noch vorhanden. So finden wir in dem neuen Heft auch gleich zum Eingang einige Auszüge aus den Gerichtsbüchern von 1730 an, es ist ganz erstaunlich welche Parallelen sich dort zu heutigen Gerichtsverhandlungen auftun, das Fazit davon ist: „Die Menschen haben nicht viel dazu gelernt“.



Weiter berichtet das neue Heft von einem Gänsehirten, den die Bevölkerung angestellt hatte, der morgens durchs Dorf ging und mit seiner „Klapper“ die Gänse anlockte, um sie zu weiden. Die Anfrage des Schultheißen von Hungen um die Abgabe eines Waldstückes in der Villingener Gemarkung von 1720 wird genauso behandelt wie Beiträge aus der Chronik von Villingen 1870/71. „Wie wir wurden was wir sind“ heißt der Beitrag über neue Erkenntnisse aus dem Neolithikum. Zum Abschluss stellen die Verfasser die Frage: Was mögen unsere Vorfahren wohl gelesen haben und stellen dazu einige Beiträge aus der Zeitschrift für Landwirtschaftsvereine im Großherzogtum Hessen aus dem Jahre 1861 vor Interessant schien besonders, dass der Bürgermeister von Villingen, Konrad Zimmer, an den Sitzungen des Vereines mehrfach teilgenommen hat und sich auch lebhaft an den Diskussionen beteiligt hat. Ganz zum Schluss werden noch einige Bilder vom Grenzgang 2009 vorgestellt. Die Autoren des Heftes sind Heinz P. Probst aus Grünberg-Queckborn und Dr. Ulrich Kammer aus Laubach.

Zu erhalten ist das neue Villingener Heft in den beiden Bankfilialen und in der Kirche in Villingen für einen Unkostenbeitrag von € 2,50, es kann auch per Post bezogen werden, Bestellungen über Telefon 06402 2378 (Otto Rühl) (zuzüglich Versandkosten)