„Arme Waisen in historischer Zeit“
Der Heimatkundliche Arbeitskreis Hungen-Villingen hat in diesen Tagen ein neues reguläres Heft seiner Reihe „Villingener Hefte“ vorgelegt.
Nachdem um den letzten Jahreswechsel das Buch „Vom Kuhgespann zum Mähdrescher, Bilder aus der Landwirtschaft“ so erfolgreich war - es mussten 2 mal Nachauflagen geordert werden - hoffen die Verantwortlichen des Heimatkundlichen Arbeitskreises an diesen Erfolg anknüpfen zu können.Das neue reguläre Heft hat wieder wie seine Vorgänger etwas mehr als 80 Seiten und berichtet von Funden der Vor- und Frühgeschichte in Villingen (Glockenbecher-Kulturen), aus der Alt- und Mittelsteinzeit unserer Heimat, aus den Gerichtsbüchern des ehemaligen Obergerichtes Villingen, von Baudenkmälern und von alten hessischen Sagen.
Im Mittelpunkt bzw. als Schwerpunktthema stehen „Arme Waisen in historischer Zeit“. Bspw. wie das uneheliche Kind eines Villingener Korporals, der zwischenzeitlich nach Amerika ausgewandert war, ggf. „zwangsweise“ nach Heppenheim verbracht werden sollte, weil man im Dorf die weiteren Unterhaltskosten nicht aufbringen wollte, obwohl man bisher an die Großtante des Kindes keinerlei Pflegegeld bezahlt hatte und diese Großtante lediglich beantragte, die Gemeinde solle sich ggf. an den Konfirmationskleidern beteiligen. Dieser Antrag löste einen „bürokratischen Vorgang“ aus, der an Hand der Originalunterlagen im Gemeinde-Archiv von Villingen dargestellt wird. Gut, dass die Pflegeeltern sich gegen die „Obrigkeiten“ wehrten und den Jungen letztendlich sogar noch adoptierten.
Bilder aus dem Dorfleben runden das neue Villingener Heft ab. Die Autoren des Heftes sind Heinz P. Probst aus Queckborn und Dr. Ulrich Kammer aus Laubach.
Zu erhalten ist das neue Villingener Heft in den beiden Bankfilialen und in der Kirche in Villingen für einen Unkostenbeitrag von 2,50 Euro. Es kann auch per Post bezogen werden, Bestellungen über Telefon 06402 - 23 78 (Otto Rühl) (zuzüglich Versandkosten)




