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Mehrere Hundert Besucher feierten die Folkloregruppe »Brestschanka«

Die zahlreichen Besucher feierten am Samstagabend nach einem über zweistündigen Auftritt im Villinger Steinbruch die weißrussische Folkloregruppe »Brestschanka« mit minutenlangem stehendem Beifall

(tr) Wie immer hatte die evangelischen Kirchengemeinde bei diesem Folklorefestival Glück mit dem Wetter, denn hatte es noch am Mittag in der Hungener Kernstadt ein heftiges Gewitter mit starken Regenfälle gegeben, blieben in Villingen die Himmelsschleusen an diesem Tage geschlossen, so dass am Abend bei angenehmen Temperaturen das Folklore Festival im Villinger Steinbruch, der wiederum eine herrliche Kulisse bildete, über die Bühne gehen konnte.



Dies war nach dem Auftritt Tags zuvor in Schotten-Rainrod der zweite Auftritt von Brestschanka in Oberhessen. 15 Jahre sind seit dem ersten Auftritt der Gruppe in Villingen vergangen. Noch länger gibt es die Weißrusslandhilfe der evangelischen Kirchengemeinden Villingen/Nonnenroth, wie Pfarrer Hartmut Lemp bei seiner Begrüßung ausführte. In dieser Zeit sind sehr viele Hilfstransporte und Spendenaktionen auf die Beine gestellt worden. Auch »Brestschanka« hat dazu immer wieder beigetragen.

»Dem heutigen Tag haben wir mit Freude entgegengesehen«, betonte Lemp. »Wir lassen es nicht zu, dass zwischen den Menschen in Weißrussland und uns eine weitere Mauer aufgebaut wird. Sollte dies geschehen werden wir Brücken bauen, um diese Mauern zu überwinden. Besonders freute sich Lemp, dass zwölf so genannte Veteranen aus ehemaligen Mitgliedern der Folkloregruppe die heute nicht mehr aktiv sind, der Einladung der Villinger Kirchengemeinde gefolgt sind und er sie besonders begrüßen konnte. Auch der Vorsitzende der Kirchengemeinde Nonnenroth Werner Leipold hob in seiner Grußrede die Verbundenheit zu den Menschen in Weißrussland und hier auch speziell zu Brestschanka hervor. Denn in dieser Freundschaft zeige sich, dass Musik die Menschen über Länder und Systeme hinweg verbinden könne.



Im ersten Teil des Auftritts boten »Brestschanka« Lieder und Tänze aus Weißrussland. Im zweiten Teil griffen die Sänger und Tänzer Traditionen aus Russland, Moldawien, der Ukraine sowie auch jüdische Melodien auf. Sie handeln von Liebe, Treue, Glück und Freude, aber auch von Trauer und Leid. Die Gruppe, die aus rund 50 Mitwirkenden besteht, begeisterte die Besucher nicht nur mit ihren Liedern und Tänzen, sondern auch durch den rasante Wechsel ihrer Kostüme. Das Publikum im herrlich illuminierten Rund des Villinger Steinbruches geizten nicht mit Applaus. Höhepunkt des Auftritts war dann nach über zwei Stunden das große Finale mit einer furiosen Folge von Liedern und Tänzen. Sie wurden von einem Feuerwerk begleitet, das über dem Steinbruch minutenlang in den Nachthimmel empor stieg. »Für uns seid ihr ein Feuerwerk«, so Pfarrer Lemp zu den Mitgliedern von Brestschanka »und deshalb wollen wir euch auch mit diesem Feuerwehr danken«. »Wir sind froh, dass ihr heute hier bei uns ward, und wir freuen uns schon auf euren nächsten Auftritt hier bei den Freunden in Villingen«, sagte Pfarrer Hartmut Lemp sehr bewegt von dem tollen Auftritt und der großen Resonanz.



Als besondern Gast konnte Lemp die Botschafts-Sekretärin Anna Romanovich von der Weißrussischen Botschaft in Bonn in Villingen willkommen heißen. Sie dankte im Namen des Botschafters der Villinger und Nonnenrother Kirchengemeinde und der Weißrusslandhilfe für ihre seit Jahren engagierte Hilfe und auch der Freundschaft zu Weißrussland. Bei seinem Dank vergaß Lemp auch nicht die vielen Helfer zu erwähnen, ohne die dieses Folklorefestival im Steinbruch nicht möglich gewesen sei. Lemp dankte zudem Nina Nitschiboruk, der Gesamtleiterin von »Brestschanka«, dem musikalischen Leiter Vladimir Savateev, dem Ballettmeister Leonid Feigin und dem Chorleiter Alexander Grinjak sowie Nina Schindler aus Nonnenroth, die die Übersetzung übernommen hatte. Bei dem Gastspiel von Brestschanka, bei dem kein Eintritt erhoben wurde, kamen aber Spenden zusammen, die wieder für Hilfsprojekte in Weißrussland eingesetzt werden sollen. (Fotos: (tr)

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