Aus dem Leben des Villingener Dorfschullehrers und Heilers Philipp Walther
Der heimatkundliche Arbeitskreis Hungen-Villingen hat zwischenzeitlich in mehr als 35 Veröffentlichungen über die Geschichte einschließlich der Kirchen-, der Vor- und Frühgeschichte des Hungener Ortsteils berichtet.
Neben herausragenden und geschichtsbildendenden Ereignissen wurde dabei auch herausragender Persönlichkeiten gedacht und über ihr Leben berichtet. Zu diesen Persönlichkeiten gehörten Wissenschaftler, Pfarrer, Bürgermeister genauso wie Handwerker und Landwirte. Jetzt hat der HAK ein weiteres Sonderheft vorgelegt, dessen Untertitel lautet: „Erinnerung an den ehemaligen Villingener Lehrer Philipp Walther“.Wenn ein Dorfschullehrer von 1924 bis 1956, also über 30 Jahre, in einem Ort tätig war, dann hat er auch eine sehr große Zahl Schülerinnen und Schüler auf einem wichtigen Lebensabschnitt entscheidend mitgeprägt. Er wäre auch so sicher schon vielen älteren Mitbürgern in Villingen in Erinnerung geblieben. Dieser Teil des Lebens von Philipp Walther wird in dem neuen Villingener Heft an Hand von Urkunden, Dokumenten und Fotos vorgestellt. Da Walther während dieser langen Zeit auch, anders als heute oft üblich, in Villingen mit seiner Familie wohnte, ja seine Nachkommen noch heute hier wohnen, ist auch das Familienleben nicht von seiner beruflichen Tätigkeit zu trennen, so wird auch dieses im neuen Villingener Heft gestreift.
Philipp Walther ist vielen Villingenern aber auch wegen seiner Tätigkeit als „Heiler“ in guter Erinnerung geblieben. In einer Zeit, in der viele Dorfbewohner noch nicht krankenversichert waren, oder weil der Weg in die Stadt zum Arzt zu weit war oder aus anderen Gründen gescheut wurde, kam dieser Nebentätigkeit eine besonderer Bedeutung zu. Besonders nachdem sich die Erfolge dieser Heilertätigkeit im Dorf und darüber hinaus herumgesprochen hatten. Einige authentische Zeitzeugenberichte ergänzen daher die Dokumentation über den Lehrer Philipp Walther.
Auch der Humor kommt im Heft nicht zu kurz, wenn über ein „Gesangsstück mit einmaligem Auftritt“ berichtet wird. Zum Schluss des neuen Heftes finden sich noch einige Anmerkungen „Pro und Kontra“ zu den sogenannten alternativen Heilmethoden, die um eigene Erfahrungen des Verfassers ergänzt sind. Die Leserinnen und Leser der Villingener Hefte, die Philipp Walther nicht persönlich kannten, sollen sich so ein eigenes Urteil erlauben können über diese Heilmethoden, die ja teilweise wieder oder immer noch Hochkonjunktur haben. Was ist dran am „Handauflegen“ und Co. wird hier nur der Placeboeffekt genutzt, oder ist es doch eine allgemein wirksame Methode des Heilens?
Zu erhalten ist das neue Villingener Heft in den beiden Bankfilialen und in der Kirche in Villingen für einen Unkostenbeitrag von € 2,50, es kann auch per Post bezogen werden, Bestellungen über Telefon 06402 - 23 78 (Otto Rühl) (zuzüglich Versandkosten)
KLEINANZEIGE
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