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Gesangverein Eintracht Villingen erlebte in 130 Jahren mehrere Zeitepochen

Liederabend zum Jubiläum mit vielen Gästen und zahlreichen Ehrungen

(tr) Der Gesangverein Eintracht Villingen kann auf eine sehr bewegte Zeitgeschichte zurückblicken, denn in den 130 Jahren seines Bestehens erlebte der Verein nicht nur die Monarchie und Kaiserzeit, auch die Weimarer Republik überstand man ebenso wie die beiden Weltkriege, die auch bei der Eintracht Spuren hinterließen, so der Vorsitzende Wilhelm Lind in seiner Begrüßungsrede anlässlich des Liederabends.



Zu diesen Liederabend konnte Lind neben den teilnehmenden Chören auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Bürgermeister Klaus Peter Weber, Ortsvorsteher Gerhard Rupp, Pfarrer Hartmut Lemp und natürlich den Vorsitzenden des Chattia Sängerbundes Helmut Hejny.

Zuvor hatte der Gemischte Chor der Eintracht unter der Leitung von Chorleiter Christian Heinbuch mit dem Festgesang von Christian Siegler und gemeinsam mit dem Kinderchor der Eintracht unter der Leitung von Monika Lies mit dem Lied „Da drüben auf den Feldern“ das bunte musikalische Programm eröffnet. Weiter ging es mit der Liedertafel aus Trais-Horloff unter der Leitung von Heinz Peter Hitschmann und dem KSV Bobenhausen I. Die Teilnahme der zahlreichen Chöre zeige, so Lind, die enge Verbundenheit untereinander.



Ehrungen durch den Chattia Sängerbund und den Gesangverein Eintracht Villingen
Das Foto zeigt von links: den Vorsitzenden des Chattia Sängerbundes Helmut Hejny, Erhard Högy, Helmut Döll, Werner Jox, Adolf Bornmann, Erich Strack, Otto Rühl, Chorleiter Christian Heinbuch, 2. Vorsitzender Heinz Georg Port und ganz rechts Vorsitzender Wilhelm Lind.

Danach war es Bürgermeister Klaus Peter Weber, der die Reihe der Grußworte eröffnete. 130 Jahre sind ein ganzes Stück Zeitgeschichte die der Jubiläumsverein überstanden hat und damit unter Beweiß stellt, dass Musik und Gesang die Menschen über mehrere Zeitepochen bis heute zu verbinden mag und viele der heutigen Mitglieder mit ihrer Eintracht alt geworden sind. Weber dankte daher nicht nur den Mitgliedern sonder auch dem Vorstand, der es in all dieser Zeit verstanden habe, den Verein am Leben zu erhalten, denn nur durch dieses ehrenamtliche Engagement sei es möglich, dass ein Verein ein derartiges Jubiläum feiern könne. Weber wünschte dem Verein, dass dieser auch weiterhin zu den Kulturträgern in ihrem Stadtteil und in der Stadt Hungen zählen werden.

Ortsvorsteher Gerhard Rupp zeigte sich erfreut darüber, welche Wertschätzung die Eintracht aus Villingen bei den übrigen Vereinen hat, was die große Zahl der Gastchöre an diesem Abend zeige. Und so sei er stolz, „dass wir alle mit unserer Eintracht deren 130-jähriges Bestehen feiern können“. Neben den Grüßen des Ortsbeirates übermittelte Rupp auch die Glückwünsche des Villinger Vereinsringes.



Grußworte sprach auch Gemeindepfarrer Hartmut Lemp sowie der Vorsitzende des Chattia Sängerbundes Helmut Hejny, der den festlichen Rahmen nutzte, um langjährig aktive Sänger zu ehren. So konnten für ihre 50-jährige Sängertätigkeit Werner Jox, Otto Rühl und Erich Strack gehrte werden, die allesamt auch lange Jahren dem Vorstand angehörten. Ebenfalls seit 50 Jahren singt Wilhelm Lind, der darüber hinaus seit 45 Jahren im Vorstand ist, wo er seit nunmehr 21 Jahren den Vorsitz bei der Eintracht inne hat. Ohne das Engagement solcher Aktiven wäre es nicht möglich, dass ein Verein über einen Zeitraum von 130 Jahren bestehen könne, so der Sängerbund Vorsitzende. Danach war es Vorsitzender Wilhelm Lind, der zusammen mit seinem Stellvertreter Heinz Georg Port langjährige Mitglieder auszeichnen konnte. Seit 60 Jahren ist Helmut Döll und seit 50 Jahren Werner Jung sowie seit 40 Jahren Erhard Högy und seit 25 Jahren Adolf Bormann Mitglied. Für seine nunmehr 15-jährige Chorleitertätigkeit konnte Christian Heinbuch ausgezeichnet werden. Gar seit 70 Jahren Mitglied im Verein ist Wilhelm Zimmer, der aber nicht anwesend war.

Fortgesetzt wurde das Programm vom „Al Dente Chor“ Ober-Bessingen, dem Gesangverein Frohsinn aus Steinheim, dem Männergesangverein Rainrod, dem Liederkranz aus Nonnenroth, der Eintracht aus Inheiden und der Eintracht aus Berstadt. Abwechslung ins Programm brachte dann mit einigen Musikbeiträgen der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Villingen unter der Leitung von Norbert Faust. Danach war es der Gastgeberchor der Eintracht Villingen, der unter der musikalischen Begleitung des Musikzuges das Lied „Conquest of Paradies“ darbot. Das weitere musikalische Programm gestalteten anschließend in einem zweiten Durchgang die beteiligten Chöre. Mit dem Lied „Oh Happy Day“, dargeboten von der Eintracht aus Inheiden, endete der Liederabend zum 130-jährigen Jubiläum des Gesangverein Eintracht Villingen. (Fotos: tr)