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Rund 2000 Besucher: Hoffest war ein Riesenerfolg

Das 300-jährige Bestehen des Hofguts in Utphe wurde am Sonntag ganz groß gefeiert

(tr) Eine große Gästeschar feierte am Sonntag den 300. Geburtstag des Hofguts in Utphe: Um die 2000 Besucher kamen zum großen Hoffest. Es begann am Morgen mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Rolf Magel hielt und den der Gesangverein »Loreley« mit einigen Liedern umrahmte. Die »Loreley« hatte das Fest um 11 Uhr eröffnet. Inhaber Jürgen Müller betonte in seiner Begrüßung, dass das Hofgut stets im Mittelpunkt des dörflichen Lebens in Utphe gestanden habe und auch heute noch stehe.

Zunächst betrieb die Familie Müller gemeinsam mit dem vorherigen Besitzer Johann Rinn eine Schafzucht, die einen guten Ruf hatte. Nachdem die Familie Müller die gesamte Anlage übernommen hatte, begann der Umbau der Gebäude. Zahlreich Firmen fanden hier ein Domizil. Besonders erwähnte Müller den Kickbox-Club Hungen mit seinen zahlreichen Abteilungen, die das Hofgut beleben.

Das Hofgut sei in seiner 300-jährigen Geschichte immer ein Mittelpunkt in Utphe gewesen, betonte Ortsvorsteher Karl-Ludwig Büttel. Man sei der Familie Müller dankbar, dass das Gut in den vergangenen Jahren immer mehr zum Treffpunkt für die Vereine geworden sei. Die enge Verbundenheit zeige sich in diesem gemeinsamen Fest. Das Programm bot viel Abwechslung für Groß und Klein. Brennmeister Joachim Glasbrenner gab Einblicke in die Hofbrennerei. Eine Ausstellung zeigte »Landmaschinen einst und jetzt«, und eine Ausstellung informierte über erneuerbare Energien. So zeigte ein Modell die Funktionsweise der Biogasanlage, die Jürgen Müller in Bellersheim errichten will. Die Genehmigung liege praktisch schon vor, sagte er.







Für den musikalischen Rahmen sorgten die Jagdhornbläser von »Hubertus« Gießen und der Musikzug aus Bellersheim.





Selbstgemachte Marmeladen und Honig wurden verkauft, und man konnte an einem Quiz teilnehmen.



Groß war das Angebot für die Kinder. Sie konnten auf einer Rollrutsche rutschen, im Heu toben, Ponyreiten, an einem Ballonwettbewerb teilnehmen oder auch die großen und kleinen Tiere in einem Streichzoo aus der Nähe begutachten und das eine oder andere Tier auf den Arm nehmen.



Eine Besonderheit war die Fahrt mit einer Feldbahn auf den historischen Schienen im Hofgut. Das Gefährt stammte aus dem Feldbahnmuseum in Frankfurt/Main. Sehenswert war auch die landwirtschaftliche Modellbauausstellung, die nicht nur die Kinder sondern auch die erwachsenen Besucher in ihrem Bann zog.

Eigens für dieses Jubiläum konnte man an einen Schalter der Post Erlebnisbriefmarken mit dem Sonderstempel »300 Jahr Hofgut Utphe« erwerben, eine Rarität nicht nur für Briefmarkenfreunde. Abgerundet wurde das Fest durch ein großes Angebot an Speisen und Getränken, welche die Ortsvereine für die Gäste bereithielten.




Besonders großen Andrang herrschte am Mittag am Stand des TSV Utphe. Hier standen die Besucher nach Gegrilltem Schlange. Bis zum Abend gingen je über 1000 Würstchen und Steaks über den Tresen. Auch das große Kuchenbuffet der Landfrauen war kurz vor 16 Uhr leergefegt. Allenthalben sah man zufriedene Gesichter bei den Vereinen. Alles in allem ein tolles Fest, das bei den Menschen in Utphe und den Gästen von außerhalb noch lange in Erinnerung bleiben wird. (Fotos: tr)

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