Alte Scheune an neuem Standort
Gebäude aus Unter-Widdersheim ergänzt jetzt das Museum in Obbornhofen
(tr) Auch Märchen können wahr werden – das betonten etliche Redner gestern bei der Einweihung der neuen Museumsscheune in Obbornhofen immer wieder. Allen voran Ortsvorsteher Willi Zimmer, der die zahlreichen Gäste willkommen hieß und einen Blick zurück warf. Bereits 1990 trug sich der Heimatverein mit dem Gedanken, anstelle des bisherigen Unterstand, in dem die landwirtschaftlichen Geräte sowie eine alte Schmiede untergebracht waren, durch ein neues Gebäude zu ersetzen. Doch man hatte kein Geld.![]() |
Hoffnung keimte auf, als Obbornhofen ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde. Und dann kam der Zufall zu Hilfe: In Unter-Widdersheim entdeckte man eine fast 200 Jahre alte Scheune, die bereits seit zehn Jahren abgebaut war und unter Planen schlummerte. Das Gebäude im fränkischen Stil passte genau zum Ensemble des Obbornhofener Heimatmuseum. Danach ging alles sehr schnell.
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Gemeinsam mit dem Amt für den ländlichen Raum, dem Dorferneuerungsbeirat und den städtischen Gremien kam man überein, die Scheune zu erwerben. In Gedern wurde die Holzkonstruktion aufgearbeitet, das große Tor in Kassel restauriert. Dann konnte die Konstruktion in Obbornhofen aufgebaut werden.
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Zimmers Dank galt allen Beteiligten, insbesondere dem Amt für den ländlichen Raum, der Stadt Hungen, dem Dorferneuerungsbeirat, Planer Wolfgang Wagner und Architekt Axel Adelmann.
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Eva-Susanne Götz vom Amt für den ländlichen Raum ging in Vertretung für die verhinderte Abteilungsleiterin Gudrun Müller-Mollenhauer auf die Chronologie ein. Sie erinnerte daran, dass noch bis 2009 Förderanträge für private Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung gestellt werden können.
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Die Gesamtkosten für die Museumsscheune bezifferte sie auf 196.000 Euro. 133.000 Euro stellte das Land als Zuschuss bereit. Auf die planerische Umsetzung und den Aufbau der neuen alten Scheune ging Wolfgang Wagner ein. Neben den Ausstellungsräumen auf zwei Ebenen gibt es im ersten Stock noch einen Versammlungsraum für den Heimatverein. Wagner dankte den beteiligten Firmen auch im Namen von Architekt Adelmann für die gute Zusammenarbeit. Hans Kammer, der Vorsitzende des Heimatvereins, erinnerte an die vielen Mitstreiter und freiwilligen Helfer, die dazu beigetragen hätten, ein Märchen wahr werden zu lassen.
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»Blühe, wachse und gedeihe« – mit diesen Worten wünschte er, dass die Scheune weitere 200 Jahren in Obbornhofen überdauern kann, um den Menschen wünschte er der Scheune, dass sie noch einmal einen Einblick in die umfangreiche Geschichte des ländlichen Raumes zu geben. (Fotos: tr)
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