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Schäferstadt Hungen setzt auf Photovoltaik – 2,9 MWp-Solarpark geht ans Netz

Die Gelsenkirchener abakus solar AG realisierte für die Stadtwerke Hungen Großanlage auf ehemaliger Bergbauhalde

Am 23. Dezember nimmt der Solarpark Hungen nach nur etwas mehr als zwei Monaten Bauzeit seinen Betrieb auf. Wo einst die Überreste des Tagebaubetriebes des Braunkohleabbaus aufgeschüttet wurden, erzeugen künftig rund 12.700 Photovoltaikmodule ca. 2,7 Millionen kWh Strom jährlich. Die Anlage wird von den Hungener Stadtwerken in den nächsten 20 Jahren in eigener Regie betrieben.



„Die Stadtwerke Hungen und die abakus solar AG haben bei der Realisierung dieses Projektes an einem Strang gezogen“, sagt Thomas Kraus, der zuständige Projektleiter bei der abakus solar AG. Anders wäre der Solarpark Hungen wohl kaum innerhalb des knappen Zeitrahmens fertigzustellen gewesen. Er erstreckt sich über eine 80.000 m² große ehemalige Bergbauhalde im Stadtteil Trais-Horloff, die einen nahezu perfekten Standort für eine Freilandanlage dieser Größe darstellt. So ist diese von außen nicht einsehbar, da die nach Süden abfallende Halde komplett von einem Streifen Bäume eingerahmt ist. Die sogenannte versiegelte Fläche ist dank der optimierten Aufständerung der Photovoltaikmodule sehr klein, da die pfahlartigen Raumfundamente bei ca. 21.000 m² Modulfläche lediglich 48 m² Bodenkontakt beanspruchen. Somit kann selbst der eingezäunte Bereich mit der Photovoltaik-Anlage in Zukunft auch als Schafsweide genutzt werden, was in der Stadt Hungen nicht nur symbolische Bedeutung hat.



Der Solarpark mit seinen insgesamt 12.672 Photovoltaikmodulen, die nach deutschen Vorgaben in Taiwan hergestellt wurden, wird in Zukunft jährlich circa 2,7 Millionen kWh Strom produzieren. Diese Leistung entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von etwa 800 Haushalten. Damit deckt der Solarpark ca. zwei Drittel des kommunalen Stromverbrauchs, den die Stadt für ihre Gebäude und die Straßenbeleuchtung benötigt. Auch die Umwelt kann einen Profit für sich verbuchen, denn der Solarpark erzielt darüber hinaus eine CO2-Einsparung von etwa 1.900 Tonnen im Jahr. Betrieben wird er von den Stadtwerken Hungen.



Mit der Umsetzung des Projektes beauftragte die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Hungen die abakus solar AG im September dieses Jahres. Zuvor hatte sich das international tätige Gelsenkirchener Unternehmen in einer europaweiten Ausschreibung durchgesetzt. Dieses Verfahren basierte auf einer Machbarkeitsstudie zur Wirtschaftlichkeit des Solarparks. Sie ergab, dass derzeit sehr günstige wirtschaftliche Bedingungen für die Investition in einen Solarpark vorherrschten: Stark gesunkene Weltmarktpreise für hochwertige Photovoltaik-Komponenten und ein niedriges Zinsniveau bei ansonsten 20 Jahren staatlich garantierter Einspeisevergütung sorgen für eine ausgezeichnete Rentabilität.

Somit erwirtschaften die Stadtwerke Hungen die vollständige Rendite aus der Gesamtinvestition von circa 8,5 Millionen EUR. Das Versorgungsunternehmen profitiert noch von der aktuellen Einspeisevergütung, die bis zum Ende des Jahres knapp 32 Cent je Kilowattstunde beträgt. Mit dem Solarpark sieht sich Hungen als Vorreiter im Hinblick auf die Stärkung regenerativer Energien. Schon jetzt haben sich zahlreiche weitere Kommunen über das Projekt informiert und wollen 2010 dem Hungener Modell folgen. „Das Unternehmensprinzip der abakus solar AG seit 1995 ist recht einfach: Wir liefern stets höchste Qualität und damit eine nachhaltige, umweltfreundliche Rendite für unsere Kunden. Darauf kann man sich verlassen“, so Roland Wigger, Vorstands-mitglied der abakus solar AG.

Der Solarpark Hungen wurde auf einer ehemaligen Bergbauhalde im Stadtteil Trais-Horloff errichtet. Insgesamt 12.672 Photovoltaikmodule erzeugen eine Leistung von circa 2,7 Millionen kWh jährlich. Zum Einsatz kamen hochqualitative kristalline Module, die vom strategischen Partner AU Optronics Corporation in Taiwan nach den Qualitätsvorgaben von abakus hergestellt werden.