Proteste der Milchbauern erreichen auch die Hochwald in Hungen
Seit Freitag Nachmittag blockieren Milchbauern der Region mit ihren Traktoren die Zufahrten zum Betrieb in der Niddaer Straße

(h.i) Bei den in den letzten Jahren gestiegenen Kosten bleiben den Landwirten, die sich auf die Milchproduktion spezialisiert haben, kaum noch Gewinne aus ihrer Arbeit. "Früher, wenn wir einen neuen Pflug brauchten, haben wir den eben gekauft. Heute ist dies gar nicht mehr möglich, denn bei den zu bewirtschaftenden großen Flächen sind auch entsprechend große und teure Maschinen notwendig."
Um in der Vergangenheit überhaupt konkurrenzfähig zu bleiben, mussten die Größe der landwirtschaftlichen Flächen eines Betriebes und die Zahl der Milchkühe stetig gesteigert werden. Damit begab man sich jedoch stärker in die Abhängigkeit von Banken und war den Forderungen weniger Lebensmittel-Konzerne nach niedrigen Preisen immer mehr ausgeliefert. Gerade mal eine Handvoll großer Lebensmittel-Discounter in Deutschland diktieren nämlich die Preise für Milch.
![]() "An uns kommt keiner vorbei!" - Junge Landwirte demonstrieren Stärke |
Seit Freitag Nachmittag blockieren Milchbauern der Region mit ihren Traktoren die Zufahrten zum Betrieb der Hochwald in der Niddaer Straße in Hungen.
Wie lange der Protest denn dauern solle? "Wir bleiben so lange, bis die einlenken!" war als Antwort zu hören. Schließlich geht es den Landwirten um ihre schiere Existenz. Eine andere Wahl haben sie kaum.
Vor den Gebäuden der Hochwald stehen eine Menge schöner Traktoren, die die Einfahrten zum Gelände blockieren. "Suchen Sie sich einen aus - die meisten gehören eh der Bank ..."
(Fotos: h.i)
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