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Echte Partnerschaft wächst von unten - 17. Europawoche eröffnet

20-jährige Städtepartnerschaft zwischen St.Bonnet de Mure und Hungen wird am 23. Mai in Frankreich gefeiert.

(vip) Dreisprachig ging es bei der Eröffnung der 17. Europawoche im Foyer der Grundschule Am Grassee zu. Aus dem französischen St. Bonnet de Mure war eine Delegation mit Bürgermeister Jean-Pierre Jourdain gekommen und aus dem ungarisch sprechenden aber zu Rumänien gehörenden Ditró war Bürgermeister Ference Bardocz mit einer Abordnung angereist. Die Franzosen hatten zudem die „Jazz Devils“ mitgebracht, die nach dem offiziellen Teil mit unterhielten.




Doch bevor der Leiter der Band, Florian Gouque, den ersten Titel ankündigen konnte, hatten die Gäste das Wort. Jean-Pierre Jourdain, der Bürgermeister von St. Bonnet de Mure, überreichte seinem Hungener Kollegen Klaus Peter Weber die offizielle Einladung zur 20-Jahrfeier der Städtepartnerschaft, die am 23. Mai in St. Bonnet de Mure stattfindet. 20 Jahre sei ein jugendliches Alter und man habe noch die Zukunft vor sich, meinte Jourdain.




Sein Kollege aus Rumänien, Ference Bardocz, berichtete von den ersten Erfahrungen seines Landes in der Europäischen Union. Leicht sei die Zusammenarbeit nicht. Vor allem die bürokratischen Hürden seien Schwerstarbeit. Doch sein Land käme offensichtlich damit gut zurecht. Schließlich habe Rumänien bereits den ersten europäischen Stern für gute Formulararbeit bekommen. Als Gastgeschenk überreichte Bardocz dem Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Josef Tonner eine gestickte Decke mit der Aufschrift „Ditró – Hungen 2008“.




„Obwohl ich versuche, in meinem Denken universell zu sein, bin ich nach Instinkt und Neigung ein europäischer Hungener“, konstatierte Bürgermeister Klaus Peter Weber lächelnd in seiner Rede zur Eröffnung der 17. Hungener Europawoche.




Bis er dieses veränderte Zitat von Albert Einstein aussprach, erinnerte Weber an die Entwicklung des europäischen Denkens in den letzten 60 Jahren. Der 9. Mai ist zum Europatag ernannt worden und, um die europäische Integration zu verstärken, werde seit 14 Jahren die Europawoche gefeiert. „Wir hier in Hungen waren dieser Entwicklung schon drei Jahre voraus, denn wir feiern dieses Jahr unsere 17. Hungener Europawoche, betonte Weber. Die Woche werde mit ihrem bunten Reigen von Veranstaltungen ein lebendiger Ausdruck dafür sein, dass die europäische Einigung nicht von oben verordnet werden könne, sondern von unten wächst.

Im weiteren ging der Bürgermeister auf die interkulturelle Bedeutung der Europawoche ein. Hier könne der Anstoß gegeben werden, sich mit den verschiedenen Kulturen zu befassen. Es gebe die Möglichkeiten, auf Menschen aus anderen Kulturkreisen zuzugehen und das Gespräch zu suchen. Deshalb seien die Hungener gefordert in ihrer Europawoche das vielseitige Informations- und Diskussionsangebot vor Ort anzunehmen.

Die Europawoche werde zudem auch zum Ausbau von Partnerschaftsnetzen mit den Kommunen, Institutionen und Vereinen in St. Bonnet de Mure und den Freunden in Ditró genutzt. Schließlich erinnerte Weber noch daran, dass am 23. Mai in Frankreich die 20-jährige Städtepartnerschaft zwischen St.Bonnet de Mure und Hungen gefeiert werden.



Als weiterer Gastgeber an diesem Abend begrüßte Josef Tonner, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, die Besucher. Ein paar Monate länger als die Partnerschaft zwischen den beiden Kommunen besteht der Partnerschaftsverein. Tonner zeigte sich erfreut darüber, dass sein Verein die Band „Jazz Devil“ engagieren konnte. Für ihn sei das ein Symbol der engen Verbundenheit der Bürger beider Kommunen. Besonders begrüßte der Vorsitzende die Gäste aus Ditró. Die wachsende Freundschaft würde ein gutes Zeichen für die Zukunft sein. Er dankte den Mitgliedern des Partnerschaftsverein für die Mitarbeit bei den Vorbereitungen, vor allem denen, die sich bereit fanden die Gäste bei sich aufzunehmen. (Fotos: h.i)

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