HungenSchaufensterGesundheitFreizeitVereineWissenKulturKirchenAnzeigenmarkt
Freitag 09.05.08, 16.9°C
» Startseite / Hungen / Wehrführer mahnt Alarmierungskonzept an

Tageseinsätze: Wehrführer mahnt Alarmierungskonzept an

Einsatzabteilung und Verein der Feuerwehr Hungen hatten gemeinsame Jahreshauptversammlung

(tr) Auf ein sehr reges Vereinsleben und Einsatzjahr konnte die Freiwillige Feuerwehr Hungen am Samstag, dem 15.3.2008 bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung von Vereins und Einsatzabteilung zurückblicken. Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Berichte des Vorstandes, der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr sowie des Musikzuges. Wie Vorsitzender Horst ausführte, hat die Feuerwehr Hungen derzeit 494 Mitglieder, darunter 41 in der Einsatzabteilung, 34 im Spielmannszug, 14 in der Jugendwehr, 16 bei den Minis und 17 in der Alters- und Ehrenabteilung. Vorsitzender Erik-Alexander Horst ließ das Jahr 2007 Revue passieren und erinnerte an den großen Rosenmontagsball in der Stadthalle, das Brunnenfest, den Kreisverbandstag in Buseck, die Feuerwehrfeste in Inheiden und Villingen, die Ausrichtung der Leistungsspange und den Feuerwehrtag anlässlich der Hungener Gewerbeschau. Bei dieser Gelegenheit sei auch die Mini-Feuerwehr gegründet worden.

Fünf Menschen vor Feuer gerettet
Wehrführer Stefan Kuhl informierte, dass die 38 Männer und drei Frauen der Einsatzabteilung im abgelaufenen Jahr 111 Einsätze absolviert haben. Bei 21 Brandeinsätzen habe man fünf Personen gerettet. Besonders erwähnte er den Kaminbrand bei Hochwald, den Brand neben dem Licher Schloss und den Wohnungsbrand in der Hungener Obertorstraße. 50 Hilfeleistungseinsätze unter anderem bei sechs Verkehrsunfällen, 13 Einsätzen beim Sturm Kyrill, fünf Gefahrgut-Einsätzen sowie diversen sonstigen Hilfeleistungseinsätzen sorgten für viel Arbeit. Zugenommen haben die Fehlalarme, die sich auf 31 summiert haben. Insgesamt wurden 1280 Einsatzstunden geleistet. Hinzu kommen noch einmal 1800 Stunden für Weiterbildung und Übungen.



Ehrungen bei der Feuerwehr Hungen von langjährigen Mitgliedern und Aktiven
Abschließend wies der Wehrführer darauf hin, dass ein gesichertes Alarmierungskonzept für die Tageseinsätze zwingend notwendig sei. Noch könne man mit Unterstützung der Inheidener Wehr die Einsatzbereitschaft tagsüber aufrecht erhalten. Der jahrelange Versuch, eine funktionierende Tagesalarmgruppe aufzubauen, sei leider gescheitert, sagte Kuhl. Die Gründe seien intern auch mit den Verantwortlichen der Stadt zu klären. Bemängelt wurde von Kuhl auch die Tatsache, dass es kaum möglich sei, jungen Feuerwehrleuten die Teilnahme am Grundlehrgang auf Kreisebene anzubieten. Gut aufgestellt sei man bei der Ausrüstung. Der Stützpunkt verfüge über neun Einsatzfahrzeuge sowie drei Fahrzeuge des Katastrophenschutzes. In diesem Jahr soll noch ein Gerätewagen Gefahrgut »GW-G« in Dienst gestellt werden. Weitere größere Investitionen sind beim Atemschutz und in der Datenverarbeitung geplant.

Die Jugendfeuerwehr hat derzeit 14 Mitglieder, darunter sieben Mädchen. Jugendwart Michael Tröber erinnerte an verschiedene Übungen, Ausflüge und Wettkämpfe. 78 Stunden wurden der feuerwehrtechnischen Ausbildung gewidmet, 72 Stunden der allgemeinen Jugendarbeit. Man nahm an der Nachtwanderung in Gonterskirchen teil, am Brunnenfest und am »Tag der Feuerwehr« und belegte beim Stadtpokal in Nonnenroth den sechsten Platz. Tröber erwähnte die Gründung der Miniwehr, den Kreisverbandstag in Buseck und den Kreisjugendfeuerwehrtag in Oppenrod. In einer internen Versammlung der Jugendfeuerwehr wurde der Vorstand wieder gewählt. Diesem gehören Michael Tröber als Jugendwart, Michael Weber und Daniel Butzin als Jugendgruppenleiter sowie Markus Brühl als Kassenwart, Daniel Moll als Schriftführer sowie Jasmin Malis und Fabian Stolz als Beisitzer an.


Ehrungen der 60-jährigen Mitglieder und der neuen Ehrenmitglieder durch den Vorsitzenden Erik-Alexander Horst.

Der Spielmannszug hat 22 Aktive, der Jugendspielmannszug elf Mitglieder, wie Rolf Möbus berichtete. Er sprach von 39 Übungsstunden bzw. 35 Übungsstunden (Schüler und Jugend). Auftritte gab es beim Faschingszug in Nidda, beim Landesmusikfest in Laubach, dem Brunnenfest in Hungen, am Kreisverbandstag in Buseck, beim Bezirksmusikfest in Nidda, beim Musikzug in Holzheim, bei der Gewerbeausstellung in Hungen sowie vor Weihnachten im Altenheim Hungen. Außerdem nahm man an Versammlungen des Kreis-, Bezirks- und Landesverbandes teil und war Ausrichter eines D1-Lehrganges in Hungen.

Den Reigen der Vorstandsberichte setzte Karl Linsig fort. Die 17 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung beteiligten sich rege am Vereinsleben. Linsig, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgab, dankte für die langjährige Unterstützung. Die Kassenberichte legten Markus Schmid (Verein) und Horst Schäfer (Musikzug) vor. Entlastung wurde erteilt. Dem Vorschlag für eine Satzungsänderung (die Feuerwehr soll als eingetragener Verein registriert werden) stimmten die Mitglieder ebenso zu wie dem Haushaltsvorschlag für 2008. In einer Vorstandsergänzungswahl wurden Hermann Moll und Helmut Schmidt als Beisitzer gewählt. Manfred Schmied vertritt künftig die Alters- und Ehrenabteilung.

Drei neue Ehrenmitglieder ernannt
Breiten Raum nahmen die Ehrungen ein. So wurden Richard Bender, Bruno Woratsch und Horst Kuhn zu neuen Ehrenmitglieder ernannt. 60 Jahre Mitglied sind Karl Kuhn und Erich Appel sowie 50 Jahre Adolf Schmidt, Hermann Moll und Erhard Kübler. Seit 15 Jahre aktiv sind Markus Brühl, Michael Domröse sowie Carmen und Michael Bernt.



Christian Heßler wurde zum Feuerwehrmann befördert

Zum Abschluss der Versammlung dankte Stadtbrandinspektor Richard Pleyer, der auch die Grüße des Magistrates übermittelte, den Mitgliedern der Feuerwehr für ihre gute Arbeit. Danach überreichte Pleyer ein Beförderungsurkunde an Christian Heßler, der nun Feuerwehrmann ist. Grußworte sprach auch Ortsvorsteherin Irene Krull, die sich als Neu-Mitglied überrascht von der großen Zahl der Einsätze zeigte. (Fotos: tr)

KLEINANZEIGE
* Sie suchen eine Tagesmutter? * Ich bin qualifiziert durch das Jugendamt! Ebenfalls ist Notpflege oder Bereitschaftspflege über das Jugendamt möglich. Rufen sie mich doch einfach mal unverbindlich an! Viel Platz für ihre Kinder!
Kontakt: Tel.: 06402 - 50 79 00 E-Mail: sandmail@gmx.net