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280.000 Euro Schaden durch Sturm in Hungen

Der Landkreis Gießen kam beim Sturmtief „Emma“, das am Samstagmorgen über das Kreisgebiet zog, mit einem blauen Auge davon.

(tr) Im Gegensatz zu dem Sturm Kyrill vor einem Jahr hielt sich der Schaden diesmal in Grenzen, so der Kreisbrandinspektor Gert Battenfeld. Insgesamt mussten von den Feuerwehren im Kreis Gießen am letzten Samstagmorgen rund 50 Einätze gefahren werden, wie die Leitstelle der Feuerwehr auf Anfrage ausführte. Hinzu kommen aber noch zahlreiche Einsätze, die von den Mitarbeitern der Städte und Gemeinden in ihren Orten geleistet wurden.



In der Straße „Am Tiergarten“ in Hungen wurden an zwei Scheunen und einen Stallgebäude sowie an einem Wohnhaus die Dächer beschädigt und zum Teil die Hauswände durch den Sturm eingedrückt


Der Schwerpunkt der Sturmschäden im Landkreis Gießen lag in diesem Jahr in Hungen, wo die meisten Schäden durch entwurzelte Bäume und abgedeckte Dächer zu verzeichnen waren. Der Sturm deckte teilweise die Dächer einer Werkhalle in der Königsberger Straße sowie von Stallungen und Scheunengebäuden zweier landwirtschaftlicher Anwesen und eines Wohnhauses in der Straße „Am Tiergarten“ ab.

Ebenfalls in der Königsbergerstraße wurde ein Geräteschuppen der dortigen Kinderbetreuungsgruppe „Dreikäsehoch“ total zerlegt




Total zerstört wurde auch ein Lagerschuppen bei der Kinderbetreuungsgruppe „Dreikäsehoch“ in der Königsberger Straße und ein Bauwagen „Im Stümpfenweg“ hinter der Gesamtschule.

Durch den Sturm wurde die etwa 400 Jahre alte Eiche, ein Inheidener Wahrzeichen, am Rand des Feldheimer Waldes Opfer des Sturmes


Die Schäden ereigneten sich in einem relativ eng begrenzten Gebiet in dem der Orkan mit einer Breite von ca. 200 Meter und einer Länge von ca. 2500 Meter an Hungen vorbeizog. Hier wird die Schadenssumme von der Polizei auf rund 280.000 Euro geschätzt. In Inheiden fällte das Sturmtief eine über 300 Jahre alte Eiche am Rande des Feldheimer Waldes. Die Eiche galt unter den Bewohnern Inheidens als eines ihrer Wahrzeichen.




Im Bereich der Gemeinden Lich, Laubach, Grünberg und Rabenau mussten zahlreiche Landes- und Kreisstraßen aufgrund umgestürzter Bäume für den Verkehr gesperrt werden. Aber auch im übrigen Kreisgebiet mussten die Wehren zu Einätze ausrücken. Auf der L 3376 in Frankenbach fuhr ein Fahrzeugführer am Samstag gegen 6.50 Uhr mit seinem Pkw in einen auf die Fahrbahn gestürzten Baum. Der Mann verletzte sich hierbei leicht. Die Strecke musste bis zur Räumung voll gesperrt werden. Weitere verletzte Personen waren infolge des Sturmes nicht zu beklagen. Schwerpunkte der Orkanschäden im Wetteraukreis lagen im Bereich der Gemeinden Friedberg und Butzbach. In den übrigen Gebieten der Landkreise Lahn-Dill und Marburg-Biedenkopf entwurzelte der Sturm zahlreiche Bäume und verursachten Verkehrsbehinderungen, Unfälle und Sachschäden. Örtlich kam es zudem zu kurzfristigen Stromausfällen wegen beschädigter Überlandstromleitungen. (Fotos: tr)

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