Sopranistin Käthe Wilhelmi und Musical „Leben im All“ begeisterten beim Bunten Abend
Bereit zum 31. Mal in Folge präsentierte der Gesangverein „Liederkranz“ Hungen am Ersten Weihnachtsfeiertag seinen Bunten Abend in der Stadthalle.
(tr) Im Gegensatz zum letzten Jahr, als noch die Amigos das Programm bereicherten, war die Halle diesmal nicht ganz ausverkauft. Höhepunkte waren in diesem Jahr der Auftritt der Sopranistin Käthe Wilhelmi aus Laubach und die Liederkranz Kinderchöre mit dem Musical „Leben im All“.Eröffnet wurde der Bunte Abend vom Männerchor des Liederkranzes mit den „Ich klopfe an“, den „Weihnachtsglocken“ und dem „Trommellied“. Die Leitung hatte Hermann Wilhelmi für den erkrankten Chorleiter Jürgen Schöffmann übernommen. Danach war es Vorstandsmitglied Roland Stock der in Vertretung für Thomas Schnurr die Begrüßung übernommen hatte. Stock konnten neben den Mitwirkenden als Ehrengäste Bürgermeister Klaus Peter Weber, Ortsvorsteherin Irene Krull und zahlreiche Mandatsträger begrüßen.
Stock, der diesen Bunten Abend als einen festen Bestandteil im jährlichen Vereinsgeschehen bezeichnete, dankte besonders dem Chorleiter Hermann Wilhelmi, der sehr kurzfristig für den erkrankten Chorleiter Jürgen Schöffmann eingesprungen war. Danach war es Anke Erbeck, die als Moderatorin durch den Bunten Abend führte und so gleich den Gemischten Chor ansagte, der die Lieder „Adeste fideles“ (Nun freut euch ihr Christen), Den Griechischen „Festgesang“ aus der Oper „IPHIGENIE IN AULIS“ und Andrew Lloyd Webber „Memory“ aus dem Musical Cats darboten.
Alle Jahre wieder - und dies nun schon zum 31. Mal - so Bürgermeister Klaus Peter Weber in seinem Grußwort, veranstaltete der Liederkranz diesen Bunten Abend. Dies seien auch 31 Jahre in denen es die Mitglieder und Verantwortlichen mit ihrem großen Engagement verstanden haben, diesen Abend mit Leben zu erfüllen. Besonders erfreut sei er, dass beim Liederkranz die Kinder und Jugendarbeit einen hohen Stellenwert haben, was man zweifelsohne noch an diesen Abend feststellen könne. Weber überbrachte neben den Grüßen der städtischen Gremien auch die Grüße von Stadtverordnetenvorsteher Helmut Algner und von Ortsvorsteherin Irene Krull.
Danach folgte Anne-Kristin Milkowski mit „Stille Nacht“ dargeboten auf der Violine. Ein Hörgenuss war dann die Darbietung von Sopranistin Käthe Wilhelmi die mit „Weihnachten“ von E. Humperdinck und den „O Holy Night“ von Adolphe Adam einen Glanzpunkt des Bunten Abends bildete. Begeleitet wurde sie auf dem Klavier von ihrem Ehemann Hermann Wilhelmi. Die Pause umrahmte die Tanz- und Partyband „Crossroads“ mit Sängerin Daniela Brenkus. Nach der Pause waren es die Kinder des Liederkranzes, die mit ihrem Musical „Leben im All“ eine rockige Reise durch die Galaxien antraten. Worum geht es aber bei dem Stück, das von der Kinderchor Leiterin Ingeborg Stark ausgearbeitet worden war. „Wie kommen eigentliche die vielen Sterne an den Himmel“ fragt der wissbegierige Knirps seinen Daddy und der macht sich sogleich mit ihm auf die Reise in die Entstehungsgeschichte des Universums. Kometen und Meteore rasen quer durch das All. Die frechen Sternschnuppen machen das Universum unsicher. Frau Venus kann sich nicht zwischen ihren Verehrern Saturn und Mars entscheiden. Die heiße Sonne weiß sich nur einen Rat, „Gebt mir Eis, mir ist so heiß“. Das Böse schwarze Loch (Anne Fuhr) droht alle Sternschnuppen zu verschlingen. „Ich werde mir eine Schnuppe schnappen, Schnuppen sind die besten Happen“. Schließlich versammelt Galo Galaxos, (dargestellt vom langjährigen Vorsitzenden Roland Stock) ein erlöschender Stern, die ganze Bande um sich, er verteilt Geschenke. Das wichtigste ist eine Kristallkugel, aus der man die Zukunft lesen kann. Durch sie erfahren unsere Freunde im Universum, dass irgendeinmal Menschen auf die Erde kommen werden. Gemeinsam überlegen sie, wie sie diesen „winzigen Wesen“ eine Freude machen können. Und so hängen sie schließlich all die herrlichen Sternenbilder an den Himmel. Für diesen gelungenen und herrlichen Beitrag der Kinderchorkinder gab es stürmischen Beifall.
Ihnen folgte dann wiederum der Männerchor mit dem Lied „Ein Heller und ein Batzen“ und der Gemischte Chor glänzte mit dem Lied „Wenn ich einmal Reich wär“ aus dem Musical „Anatevka. Hierbei erscheint Milchmann Tvje mit zwei Milchkannen auf der Bühne und begleitet das ganz Lied über mit den typischen Gesten eines Armen Milchmannes, dargestellt von Dr. Ulrich Kammer aus Laubach.
Ein weitere Höhepunkt und zugleich der Abschluss des Bunten Abends bildete die „Rosen aus dem Süden“ aus der Operette „Das Spitzentuch der Königin“, welches ebenfalls vom Gemischten Chor dargeboten wurde. Umrahmt wurde der Beitrag durch die Tanzpaare des Gießener Tanzclub 64 mit ihren Walzertanzdarbietung. Die Paare waren Susanne und Tom Schmidt sowie Angelika Keusgen und Jörg Walter. Zum Abschluss dankte Roland Stock allen Mitwirkenden und überreichte Dem Chorleiter Hermann Wilhelmi ein Präsent. Blumen gab es für die Sopranistin Käthe Wilhelmi, die Kinderchorleiterin Ingeborg Stark und für Anke Erbeck für ihre Moderation. Als Gewinner der großen Weihnachtstombola konnte Erich Kopf einen Farbfernseher mit nach Hause nehmen. Als Glücksfee hatte zuvor Hungens Ortsvorsteherin Irene Krull fungiert. (Fotos: tr)
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