Erster Spatenstich für Kläranlagen Neubau in Utphe – Bauzeit rund drei Jahre
Mit dem ersten Spatenstich für die Erweiterung und Modernisierung der Kläranlage des Abwasserverbandes Hungen in Utphe fiel am Nachmittag des 26.11.2007 der Startschuss für die fast 12 Millionen Euro teure Baumaßnahme.
(tr) Hierzu konnte Hungens Bürgermeister und Vorsitzender des Abwasserverbandes Klaus Peter Weber neben dem Vorstand und den Mitgliedern des Abwasserverbandes auch als Vertreter der Stadt Wölfersheim deren Bürgermeister Joachim Arnold, für die Stadt Lich Stadtrat Richard Bayerlein und Stadtverordnetenvorsteher Günther Block sowie für die ZOV Peter Hög und für das Regierungspräsidium Regierungspräsident Wilfried Schmied begrüßen.
Foto: von Links Peter Hög (ZOV), Regierungspräsident Wilfried Schmied, der Licher Stadtrat Richard Bayerlein, Verbandsvorsitzender Bürgermeister Klaus Peter Weber, Eberhard Back (SAG), der Wölfersheimer Bürgermeister Joachim Arnold, der Geschäftsführer des Abwasserverbandes Rolf Ringshausen und Oberbauleiter Armin Urig von der Ingenieurgesellschaft Müller. (Foto: tr)
Als weitere Gäste waren zugegen Eberhard Back von der Süddeutschen Abwasserreinigungs GmbH SAG, Armin Uhrig, Bauleiter bei der Ingenieursgesellschaft Müller sowie Karl-Heinz Schmidt von der Bauaufsicht und natürlich zahlreiche Vertreter der Kommunen, der ausführenden Firma Grün und Scherer aus Reiskirchen, die zahlreichen Mitarbeiter der Kläranlage und nicht zuletzt Vertreter der Firmen Jackl und Hochwald.
Die große Resonanz an diesem ersten Spatenstich zeige, dass die Entscheidung, die Kläranlage zu erneuern und zu modernisieren richtig gewesen sei, meinte Weber weiter. Der Abwasserverband Hungen wurde 1970 gegründet und es dauerte noch elf Jahre bis die Anlage 1981 in Betrieb genommen werde konnte. Damals war die Anlage für 50 000 Einwohnergleichwerte ausgelegt und nach der Modernisierung wird diese künftig für 78 000 Einwohnergleichwerte zur Verfügung haben.
Regierungspräsident Wilfried Schmied betonte, dass er nicht nur für die Genehmigungsbehörde dem RP nach Utphe gekommen sei, sondern dass er sich bereits damals in seiner Funktion als Bürgermeister in Hungen mit der Kläranlage vertraut machen konnte und die eine oder andere Entscheidung als Vorsitzender des Abwasserverbandes mitgetragen habe.
Eberhard Back von SAG erläuterte im Anschluss die Bau und Modernisierungsmaßnahmen. Vorgesehen ist eine Leistung von 78.000 Einwohner-Gleichwerten. Der Einlauf wird maschinentechnisch neu gestaltet, beseitigt alles Gröbere und leitet das Abwasser in den ebenfalls neuen Block der Vorklärung. In diesem setzt sich der Schlamm ab, der dem neuen Faulturm zugeführt wird. Das hierbei entstehende Methangas wird zur Stromerzeugung genutzt. Dadurch wird gleichzeitig das endgültige Produkt Klärschlamm um 30 Prozent an Menge reduziert und liegt danach in besserer Qualität vor. Für das Regenwasser wird ein Sandfilter zwischengeschaltet, der die Qualität für die Einführung in die Horloff verbessert und an trockenen Tagen zusätzlich für andere Wassermengen genutzt werden kann. Schließlich werden die reparaturbedürftigen Becken für die biologische Klärung erneuert und vergrößert. Mit einem ausgeklügelten Konzept wird die Aufrechterhaltung des Betriebes während der Bauzeit gewährleistet. Das bedeutet allerdings eine Bauzeit von etwa drei Jahren. Die Gesamtkosten beziffert Back auf etwa elf bis zwölf Millionen Euro. Schon eingerechnet seien etwaige Verteuerungen aufgrund der langen Bauzeit, soweit man diese jetzt schon berechen könne.
Die Maßnahme wird im Januar 2008 mit der Ausschreibung beginnen, so dass man im März 2008 mit dem Baubeginn rechnen kann, so Back. Der Wölfersheimer Bürgermeister Joachim Arnold wies daraufhin, dass ein drittel der Wölfersheim Bürger an die Kläranlage angeschlossen seien und man natürlich den Bürgern sagen müsse, dass sich durch diese Maßnahme auch die Gebühren erhöhen werden. Im Anschluss folgte dann der obligatorische erste Spatenstich für die erste Baumaßnahme, nämlich die Errichtung eines neuen Schlammlagerplatzes, denn erst danach kann mit dem Bau der eigentlichen Anlage begonnen werden.
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