An zwei Thermoöl-Behältern waren die Auslaufhähne geöffnet
Zur ehemaligen Betonbau-Firma Schmid, die seit mehr als zwei Jahren in Insolvenz ist, mussten am Mittwoch die Feuerwehren Hungen und Inheiden ausrücken.
(tr) Anlass: In der Fabrikhalle war Öl ausgelaufen. Dort sind derzeit Schrotthändler damit beschäftigt, verwertbare Metalle auszubauen. Ansonsten liegt das Gelände brach; ein früherer Mitarbeiter schaue ab und an vorbei, hieß es. So wie am Montagabend und am gestrigen Dienstag. Dabei hatte er festgestellt, dass bei zwei 500-Liter-Behältern mit Thermoöl aus Produktionsrückständen die Hähne aufgedreht waren. Das Öl stand in größeren Lachen auf dem Hallenboden.
Wie die Polizei feststellte, sind auf dem Gelände etliche weitere dieser Behälter gelagert, insgesamt mit über 2000 Litern Inhalt. Von der Feuerwehr alarmiert worden war zudem der Gefahrgutbeauftragte des Landkreises, Dr. Günther Lochnit. An Ort und Stelle zudem der stellvertretende Kreis-Brandinspektor Markus Leopold sowie Hungens stellvertretender Stadtbrandinspektor Udo Träger.
Zunächst wurden von der Feuerwehr keine weitere Maßnahmen getroffen. Die Polizei verständigte daraufhin die Untere Wasserbehörde in Marburg. Diese Behörde verfügte, dass noch bis spät in die Nacht das ausgelaufene Öl abgetragen und dann von einer Spezialfirma entsorgt wurde. Für die Feuerwehr aus Hungen hieß dies, dass sie erst nachts um zwei Uhr ihren Einsatz beenden konnten, da sie für die Ausleuchtung des Einsatzortes zuständig waren. (Foto: tr)
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