Karl Reinhardt - Hungener Heimatdichter, Romanautor und Maler
Im letzten Erzählcafé erinnerte Ingrid Meybohm, unterstützt von Ruth Reinhardt, an den bekannten, kreativen Sohn der Stadt, nach dem die Stadtväter eine Gasse hinter seinem Elternhaus benannt haben.
Karl Reinhardt wurde 1895 in Hungen geboren. Seine Eltern Margarethe und Heinrich Reinhardt besaßen ein Porzellangeschäft und eine Glaserei in der Untertorstraße - heute Haus Burgstaller. Drei Geschwister, Heinrich, Luise und Hermine wuchsen mit ihm gemeinsam auf.![]() |
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So wichtig diese Jahre als Lehrer und Familienvater im Vogelsberg auch waren, die Kindheits- und Jugendjahre in Hungen prägten ihn sehr.
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Diese erste Ausgabe widmete Karl Reinhardt seinen gefallenen Kameraden aus dem 1. Weltkrieg. Die Verkehrsverhältnisse im tiefen Vogelsberg waren damals noch sehr schlecht, so dass er 1933 eine Stelle in Offenbach annahm, um den drei Kindern den Schulbesuch und das Studium zu erleichtern. Während des 2. Weltkrieges fielen seine beiden Söhne in Russland. Die 2. und 3. Auflage seines Buches widmete er seinen Söhnen.
Während seiner Lehrertätigkeit im Vogelsberg, damals sprachen alle noch Dialekt, begegneten ihm manche humorvollen Ereignisse oder wurden ihm überliefert. In den Nachkriegsjahren verwertete er die im Vogelsberg gesammelten Geschichten und schrieb daraus Gedichte oder Erzählungen in Mundart, ergänzt durch Gedichte über den Vogelsberg, die seine Liebe zu dieser Landschaft deutlich machen. 1950 veröffentlichte er den Band: „E beßche Hessisch“ und hielt etliche Mundartlesungen. Erika Kohlheyer las im Erzählcafé einige seiner Gedichte und kleinen Erzählungen zum großen Vergnügen der Zuhörer. Besonders bekannt wurde seine Geschichte vom „Bürgermeister von Meiches“, der den Großherzog in Darmstadt besucht.
Neben dem Schreiben war schon immer Malen sein großes Hobby. Insbesondere Hungener Motive wie das Schloss, das Amtshaus (heute im Hessenpark), die Kirche, Drei Teiche wurden ergänzt durch Sehenswürdigkeiten oberhessischer Dörfer und Landschaften. Seine Bilder wurden in der Hungener Bank ausgestellt. Die 2. stark erweiterte Auflage von „E beßche Hessisch“ 1977 erschien mit etlichen Abdrucken seiner Bilder, ebenso enthielt die 3. Auflage seines Buches „Sohn des Irrbühls“ viele seiner Federzeichnungen.
Ruth Reinhardt hatte einige seiner Bilder zum Erzählcafé mitgebracht, die allen so gut gefielen, dass spontan beschlossen wurde, im Herbst eine Ausstellung mit Bildern von Karl Reinhardt zu gestalten. In vielen Hungener Familien hängen seine Bilder und könnten in der Ausstellung gezeigt werden. Wer dazu bereit ist, bitte melden im Erzählcafé oder unter der Telefonnummer 06402- 7354.
KLEINANZEIGE
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Kontakt: E-Mail: welpen@vr-web.de







